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Forum > Musik > Forum > Neue Musik > traumlos & kalt
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tiefblau
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27-02-2018, 14:55

Ich fürchte das Problem von Malto ist Neid? Damit kann ich nicht so gut umgehen.

Malto, Du hast Dir laut Stats 19 Tracks angehört, das entspricht 1h Musik,
und schreibst Du hättest reingehört weil Du auf der Suche nach Ideen bist -
ich glaube viel mehr gibts dazu nicht zu sagen...

Music For Mars ist übrigens ne Hommage an Damon Edge / Chrome.

Ein Arpeggio ist auch was anderes, nähmlich ein gebrochener Akkord. Das ist in dem Stück nicht enthalten...
Es sind tatsächlich schnellere Akkordwechsel, interessant daß Du das nicht hören kannst.

Aber danke für die Aufmerksamkeit.
 
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Maltodextrino
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28-02-2018, 06:05


Zitat von verstaerker:
... ich finds grauenvoll. Ich hör da nicht das da ein Musiker saß der mit Herz und Seele dabei war.
Ich hör auch keine guten Sounds oder irgendwas eigenständiges. Einfach mit Hinblick auf kommerziellen Erfolg hingerotzt ...

Ich hab eher den Eindruck, dass du (und viele andere in diesen Foren) etwas machst was du mir vorwirfst, du verurteilst generell eine Art von musikalischem Ausdruck. Und damit habe ich Probleme weil es generell bestimmten Musikern die Existenzberechtigung abspricht, die sich hier dann, folgerichtig, gar nicht mehr beteiligen und (sorry für den aggressiven Ton) ihr im eigenen Saft schmorrt.

Ich find das auch immer etwas schwierig. Wenn ich sage, ich hab keinen Plattenvertrag, dann heißt es gleich "Das zeigt mit, dass du keine Ahnung hast", wenn man einen SOng postet der veröffentlich wurde, dann heißt es "kommerzieller Dreck"...

Warum habe ich diesen "kommerziellen Dreck" als Beispiel gepostet? Ich hätte genausogut "Das Modell" von Kraftwerk verlinken können oder wie heißt das nochmal, dieses "Popcorn" Lied von Gershon Kingley oder wie der heißt. Was ich dort erkenne ist, dass eine musikalische Idee, eine Songidee wenn du so willst mit elektronischen Instrumenten umgesetzt wurde.

Sowohl bei "Love Religion", als auch "Das Modell" oder "Popcorn" merke ich, dass die elektronischen Klänge dort quasi als Mittel zum Zweck verwendet wurden um eine Idee zu transportieren. Und ich merke, dass von dir oder vielen anderen hier diese Art der musikalischen Betätigung wahrscheinlich nicht verstanden wird und deshalb generell niedergemacht wird. Das Resultat ist meiner bescheidenen Meinung nach, dass sich in solchen Foren inzwischen keinerlei ähm erstnzunehmenden Songwriter oder Komponisten mehr rumtreiben sondern nur noch... tja...

Ich weiß jetzt nicht was U96 oder was Kraftwerk oder was Gerchon Kingsey für eine Motivation hatten. Vielleicht war es ja so, dass sie einfach etwas "hinrotzten" weil ihr Geldbeutel leer war. Meine Vermutung ist eher, dass jeder von denen irgendwann diese Idee hatten und sie dann mit ihren Mitteln umgesetzt haben. Vielleicht war "Das Modell" ja auch ironisch gemeint, eine Art Schlager-Parodie mit Synthesizern. Völlig egal, ich denke ich kann nachvolziehen was in den Köpfen all dieser Musiker vorging.

Soll ich jetzt deine oder tiefblaus Sachen als "pseudointellektuell hingerotzten Kram" bezeichnen? Ich sag mal so: Ich gehe stark davon aus, dass du und tiefblau genauso viel Energie in ihre Werke gesteckt haben wie Kraftwerk, U96 und Gershon Kingsley. Beides ist Musik aus einer anderen Motivation. Bei euch scheint eher der Fokus auf, ja keine Ahnung, Klang? "Tiefe" (was immer das sein mag) zu liegen. Bei den anderen Musikern war es so, dass eher eine Komposition mit elektronischen Instrumenten umgesetzt wurde. Beides hat meiner Meinung nach seine Berechtigung. Du sprichst nun aber anderen Musikern vollkommen die Existenzberechtigung ab, das ist doch Mist und, siehe oben.

Und zum Thema ob ich "neidisch" bin, ähm... Also ich bin durchaus neidisch dass ich keine 20.000 Euro hab, womit ich mir nen neuen Computer und tonnenweise, äh Datenweise Software kaufen würde (und keine Hardware, denn wie wir im Psytrance Tutorial sehen kann man mit Software inzwischen mehr Sachen machen als mit Hardware). Aber ich bin nicht neidisch auf eure "musikalischen Fähigkeiten". Ich bin froh, dass ich die Ideen habe die ich hab. Was ich aber richtig scheiße finde: Wenn ein Musiker wie Alex Christensen (U96) heutzutage im Internetforum seine Stücke vorstellen würde und fragen würde was er besser machen kann, dann würde er hören "Das ist doch scheiße!". Und Krftwerk genauso. Die würden hier nur zu hören bekommen "Das ist doch scheiße was ihr macht, kauft euch mal den neuen Moog!" Und das ist wirklich scheiße.

So, und ich zieh mir jetzt das Tutorial "How to IDM" rein https://www.youtube.com/watch?v=dXYSvbZbiY8 , dann rotze ich pseudointellektuelle Klänge hin, stell die hier rein und gehe davon aus, dass ihr das dann geil findet.

Und bittesehr tiefblau, dass ich dir gesagt hab dass deine Stücke Bass haben. Wenn du auf die anderen hier gehärt hättest, dann wäre das glaube ich ne unendliche Geschichte geworden...
 
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Maltodextrino
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28-02-2018, 06:30


Zitat von tiefblau:
...

Music For Mars ist übrigens ne Hommage an Damon Edge / Chrome.

...

Sorry nochmal für meinen genervten Ton, aber wie bitte?

Sowas hier https://www.youtube.com/watch?v=AgKjr9FKBng
ist Vorbild oder irgendwie Inspiration für dein "Music for Mars Stück?

Ich fürchte der Verstaerker wird jetzt einen Lachkrampf kriegen aber dann wiederhole ich das was ich schonmal gesagt habe:

Dann such dir Leute die solche Songs komponieren können, am besten noch einen Texter und Sänger, und dann mach mit denen doch solche Musik.

Ich hab jetzt auf die Schnelle bei Youtube zwei Lieder von Damon Edge / Chrome (wer immer das sein mag) gehört.

Was höre ich da? Ich höre Songwriting mit elektronischer Intrumentalisierung.

Sorry wenn ich das so sagen muss: Bei dir höre ich kein derartiges Songwriting und natürlich auch keinen Sänger, aber gut, es wäre ja auch möglich gewesen instrumental einen Song zu machen. Und das ist genau das was ich meinte als ich schrieb, dass dein Kram oder anderes was ich in diesem Forum höre, das ist was bei "richtigen" Songs im Hintergrund rumdudelt.

Ok, man kann auch abstrakte Klangkunst machen, völlig ok. Aber du hast jetzt Damon Edge / Chrome genannt, als Vorbild (?) und da muss ich sagen, sorry wennich mich wiederhole: Die Kluft zwischen deinen Stücken und deren ist, dass bei dir das Songwriting nicht vorhanden ist, ich erkenne es beim besten Willen nicht. Und das ist wahrscheinlich der Grund warum es für mich wie eine Art Karikatur eines Musikstückes, oder auch schlicht langweilig, wirkt. Es hat nichts damit zu tun, dass Gesang und Text fehlt, es fehlt einfach ja sorry "Songwriting". Und das bestärkt mich in meinem Verdacht, dass "eure" Stücke nicht "IDM" oder sonstwie intellektuelle Meisterwerke sind sondern einfach nur... Tja... Also wenn das eine "Homage" an Damon Edge / Chrome ist, dann wäre wohl eine "Homage" an Beethovens Elise wenn ich 4 Minuten lang einen E-Moll Akkord spiele. Sorry für den Ton, aber ich meine das wirklich so: Dir fehlt der Komponist damit du so klingst wie deine Vorbilder. Dir fehlt nicht der Bass wie der Techno-Wutbürger ohne Lautsprecher hier sagt, dir fehlt der Songwriter oder die Fähigkeit selber aussagekräftige Songs zu ähm, writen. Und "Songwriting", wie man es bei Chrome featuring Damon Edge hören kann, ist nicht wenn einfach mal die Harmonien wechseln, egal ob schnell oder langsam... Wie gesagt, sorry für die Wutreden hier, aber es war wahrscheinlich darin begründet, dass ich nicht genau wusste warum mir das alles so merkwürdig hier vorkommt, jetzt weiß ich es.

PS: Und nein, damit war nicht gemeint, dass du jetzt bei Wikipedia nach "Songwriting" suchen sollst.
 
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Geändert von Maltodextrino (28-02-2018 um 06:44 Uhr).
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verstaerker
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28-02-2018, 10:01


Zitat von Maltodextrino:
Soll ich jetzt deine oder tiefblaus Sachen als "pseudointellektuell hingerotzten Kram" bezeichnen? Ich sag mal so: Ich gehe stark davon aus, dass du und tiefblau genauso viel Energie in ihre Werke gesteckt haben wie Kraftwerk, U96 und Gershon Kingsley. Beides ist Musik aus einer anderen Motivation. Bei euch scheint eher der Fokus auf, ja keine Ahnung, Klang? "Tiefe" (was immer das sein mag) zu liegen. Bei den anderen Musikern war es so, dass eher eine Komposition mit elektronischen Instrumenten umgesetzt wurde. Beides hat meiner Meinung nach seine Berechtigung. Du sprichst nun aber anderen Musikern vollkommen die Existenzberechtigung ab, das ist doch Mist und, siehe oben..

was du da schreibst klingt viel sinnvoller und nachvollziehbarer als deine ersten Äußerungen - ich konnte nicht ablesen, das du die unterschiedliche musikalische Schöpfung anerkennst - es klang doch sehr nach aufdrücken deiner Ansprüche

ich spreche anderen Musiker nicht ihre Existenzberechtigung ab ... aber ich ignoriere solche Musik und unterstelle U96 mit solchen Titeln lediglich Ideenlosigkeit von kommerziellen Erfolgsdruck geprägt... (er hatte auch mal Stücke wo man mehr Kreativität und Liebe zum Detail erkennen konnte)

ich find nicht verwerfliches dran kommerziellen Erfolg mit seiner Musik haben zu wollen ... ganz im Gegenteil ... ich finds super wenn man mit seiner Musik, seinem eigenen künstlerischen Ausdruck schafft, viele Leute zu begeistern
nur kann ich das bei dem U96 Titeln nicht erkennen .. ich erkenne da nur ein nach Schema F produziertes Etwas

bei Titeln wie Kraftwerks Model sieht die Sache anders aus - ich versuch das durchaus objektiv - soweit es eben geht - zu betrachten ... das ist in jeder Hinsicht gelungen und liebevoll ausgearbeitet .. klanglich, kompositorisch und einfach von er Grundidee


EA Party XIII -2017 http://doodle.com/poll/yevqs4qhdsu9gkiq

Zitat von Cyberdroid & verstaerker:
wer im Glashaus sitzt, sollte im Keller masturbieren

tiefblau
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28-02-2018, 14:37

Daß ich Chrome hommagiere heißt doch nicht daß ich sie nachäffe.
Großer Unterschied. Im übrigen sollte man etwas schon kennen bevor man sich darüber äußert.








Und ich denke doch daß es schwerer Neid ist der Dich umtreibt, anders kann mans nicht erklären,
 
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Dabey
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28-02-2018, 16:28

Ein wertungsfreier Einwurf: Eine Erklärung wäre noch, daß er für seine Musik zuviel negatives Feedback bekommen hat, sich selbst im Vergleich zu anderen Hobbymusikern aber viel besser findet. Ich meine zwischen den Zeilen ein Verlangen nach Input und Kooperation herauszulesen. Nur so eine Vermutung.

So, bitte weitermachen.


 
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tiefblau
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28-02-2018, 17:19

Ja kann auch sein. Da kann ich aber auch nicht helfen.
Ich hab die Musik mangels Interesse nicht angehört, geht anderen dann vielleicht ähnlich.

Der Frust richtet sich ja gegen das gesamte Forum, bzw pauschal alle Foren sogar
was bei der Unmenge an unterschiedlicher Musik die es überall gibt schon beachtlich ist.

Gerade daß er "um Ideen zu finden" ne Stunde meine Tracks durchhört wo bei Soundcloud doch wirklich alles mögliche andere zu finden ist ist mir unbegreiflich.
Ich finde meist nicht die Zeit die Musik zu suchen die mir gefällt geschweige denn hätte ich Zeit für so was dann.
 
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Maltodextrino
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01-03-2018, 00:32


Zitat von verstaerker:
was du da schreibst klingt viel sinnvoller ...

Trotzdem glaube ich, dass niemand von euch meine eigentliche Hauptthese, die ich gestern (oder wars heute nacht?) zum Schluss formulierte, die zusammengefasst so geht, dass "eure" Musik stinknormale elekronische (Popusik Minus Songwriting ist, verstanden hat.

Ich erspare es mir mal jede einzelne Aussage zu zitieren.

1. Ich habe hier viele Titel mal kurz angeklickt, einige ganz gehört, bei einigen nach ein paar Sekunden ausgemacht. Keine Ahnung in welcher Statistik nun gesagt wird "Maltodextrino hat 1 Stunde deine Musik gehört". Mich interessiert sowas auch gar nicht.

2. Ok, tiefblau hat jetzt einige Titel seiner Lieblingsband (?) rausgesucht wo die Songidee eher minimalistisch ist. Ja und? Was ich weiterhin wahrnehme ist ein grundlegend anderes Verständnis von Musik. Und jetzt könnte ich hier wieder seitenlang schreiben, ich beschränke mich mal drauf zu sagen: Ich glaube halt, dass du den Unterschied nicht spürst, und das ist glaube ich das Problem weswegen wir hier aneinander vorbeireden.

Wenn ich zum Beispiel "Insect Human" höre, dann höre ich da eine minimalistische, auf ein Gitarrenriff reduzierte, Songidee wo der Gitarrist etwas spielt was auf den Akkorden Cmoll und D#dur aufbaut, wenn meine Gitarre richtig gestimmt ist. Ich weiß jetzt nicht wie diese Musiker da zusammenarbeiten, aber für mich klingt das so, als ob der Gitarrist die Grundidee hatte, dann der Schlagzeuger seinen Senf dazugab und dann die Synthies das ganze "verzieren", damit es auf Dauer nicht zu langweilig wird

Bevor ich weiterfasel, lasst mich meinen Verdacht folgendermaßen formulieren, und nein ich bin nicht neidisch: Mir passiert es immer häufiger, dass ich in Internetforon Sachen lese wie wo ein Gitarrist schreibt "Ich find Gitarrensolis scheiße, da klingt ja nur ein Ton auf einmal", oder eben hier so (sorry) in einem Stück von Verstaerker plötzlich eine Karikatur einer Melodie auftaucht, die bei Weitem nicht an die Ausgeklügeltheit von "Alle meine Entchen" heranreicht. Und auch bei tiefblau erkenne ich einfach keine "Songidee", nicht mal so eine minimalistische wie bei den verlinkten Beispielen.

Ich habe den Eindruck, dass "ihr", das heißt 90% derjenigen die sich in Elektro-Musik Foren rumtummeln und viellicht 50% von Musikern die sich in generellen Musikforen rumtummeln nicht (mehr?) in der Lage sind die "Sprache" der ähm, westlichen Harmonik und Melodien zu verstehen.

Wenn ich höre wie "verstaerker" über dieses U96 Lied schreibt, klar, kann man halten davon was man will, aber ich habe immer das Gefühl, dass er etwas ganz anderes hört als ich höre. Klar, kann sein, dass er beim Produzieren in dem Moment einfach fertige Presets eingesetzt hat, genauso wie Michael Jackson fertige Presets verwendet hat. Ich will jetzt auch nicht Michael Jackson mit U96 vergleichen, aber in beiden Fällen ergibt sich der Sinn der Lieder/Songs/Stücke dann aus der Harmonik und der Abfolge der Töne. Und ich habe halt immer mehr das Gefühl, dass (vor allem in diesem Umfeld hier) die meisten "Musiker" diese "Sprache" nicht mehr verstehen und deshalb man völlig aneinander vorbeiredet. Kann sein, dass das ein "Fortschritt" ist, den atonale Musiker gewollt haben, ich empfinde es eher als Rückschritt, da eigentlich nichts neues hinzukommt sondern nur der "Songwriting" Aspekt wegfällt.

Und wie gesagt, man kann jetzt über das U96 Lied halten was man will, ich finde den Refrain ("He is my love religion" oder so) auch etwas einfaltslos aber ich sehe kompositorisch nun keine gigantischen grundsätzlichen Unterschiede zu dem was Kraftwerk bei "Das Modell" geleistet haben. Ich komm mir grad eher so vor wie wenn ich im Ausland bin, jemand meine Sprache nicht versteht, und der nun versucht am Klang der Stimme festzustellen was ich ihm sagen will.

Und deswegen halt mein, in euren Ohren merkwürdiger Tipp, dass ihr euch mal zum Beispiel mit einem Gitarristen und einem Schlagzeuger zusammentut und versucht gemeinsam was zu "musizieren". ich vermute es läuft auf zwei Möglichkeiten hinaus: Entweder die anderen Musiker, vor allem der Gitarrist, akzeptieren dass ihr euch in einer völlig anderen Sprache bewegt (oder die merken es nicht), oder sie laufen heulend raus.
 
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tiefblau
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01-03-2018, 03:10


Zitat von Maltodextrino:
1. Ich habe hier viele Titel mal kurz angeklickt, einige ganz gehört, bei einigen nach ein paar Sekunden ausgemacht. Keine Ahnung in welcher Statistik nun gesagt wird "Maltodextrino hat 1 Stunde deine Musik gehört". Mich interessiert sowas auch gar nicht.

Aber mich hatte es interessiert.
"Manche nur angeklickt", aber verteilt auf eine Stunde... und willst trotzdem wissen welcher Song eine Songstruktur hat und welcher nicht... ^^


Zitat von Maltodextrino:
nein ich bin nicht neidisch

Ja, ganz sicher^^.
Deswegen hast Du auch 19 Stücke angehört. Auf der Suche nach Ideen wie Du schriebst.
(Und ich bin sicher Du wirst auch weiterhin reinhören, und daß Du nicht zum ersten mal reingehört hast.)

Mir ist Dein Neid auf andere egal, mich nervt aber daß Du meinen Thread dermaßen damit zumüllst.
Kritik interessiert mich normalerweise sehr, vor allem wenn sie sich mit meinen Ideen deckt aber Deine
ins Leere zielende Tiraden auf Musik und Gear bringen ja nichts.

Du darfst doch die Musik machen die Du willst, mich persönlich interessiert's schlicht nicht nach Deinem Geschreibsel zu urteilen, aber vielleicht ja andere.
Daß Du dafür "auf der Suche nach Ideen" anderer Leute Musik anhören musst die Dich dann noch neidisch macht ist allerdings nicht die beste Voraussetzung...
 
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x2mirko
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01-03-2018, 09:36

Die These ist doch mehr oder weniger "Großen Teilen der in Foren für elektronische Musik präsentierten Musik fehlen klar ausformulierte musikalische Ideen". Ich stimme da vollkommen zu. Es ist meiner Meinung nach auch absolut nachvollziehbar, warum das so ist:

Wenn ich anfange, Klavier oder Flöte zu spielen, liegt es nahe, mich erstmal mit Melodie und Harmonie zu beschäftigen - das sind die beiden offensichtlichsten Stellschrauben, die ich habe, um das, was ich da produziere, zu verändern. Bei elektronischer Musik ist das anders. Da kann ich ein kurzes "Klick" aufnehmen und mich danach stundenlang damit beschäftigen, wie ich ein Delay einstellen kann, um nur aus diesem einen "Klick" einen Track zu bauen. Zum einen gibt es deutlich mehr Wege, interessante Musik zu produzieren, zum anderen gibt es deutlich mehr zu lernen (denn ich kann ja auch meinen Synthesizer genauso spielen wie ein Klavier, d.h. er umfasst das klassische Spektrum musikalischen Ausdrucks UND alles, was darüber hinaus geht). Das da der Fokus oft nicht oder erst deutlich später auf Musiktheorie fällt, finde ich durchaus nachvollziehbar.

Und es ist ja auch gar nicht unbedingt nötig. Es gibt ja "plötzlich" (wir kommen den 100 Jahren immer näher) viel mehr Dimensionen der Gestaltung von Klängen und Musik. Ich halte es für wenig sinnvoll, unter diesen Umständen daran festzuhalten, Musikalität ausschließlich anhand von Dingen wie einer eingängigen Melodie oder guten Stimmführung zu beurteilen. Musik kann mehr sein und die Sprache, die die klassische Musiktheorie uns gibt, hat leider nicht genug Ausdrucksstärke, um diese neuen Wege zu beschreiben.

Nicht ohne Grund haben sehr viele Komponisten des letzten Jahrhunderts (die teils durchaus sehr viel von klassischer Theorie verstanden) z.B. andere Formen der Notation verwendet. Denn wie lässt sich denn mit unserem Notensystem beschreiben, dass jetzt doch bitte dieser Ton einen aufwärts strebenden Halbkreis durch den Raum vollführen soll (siehe z.B. Xenakis' Stück Concret PH, das für ~360 Lautsprecher geschrieben wurde)? Produktionstechniken können als Gesten musikalischen Ausdrucks verwendet werden und man kann auch durchaus interessante Musik herstellen, die auf klassische Musiktheorie mehr oder weniger verzichtet und stattdessen nur durch solche Gesten gestaltet wird.

Das lässt sich auch auf Synthesizer übertragen und es gibt auch genügend Beispiele von Musik, die rein über musikalische Gesten auf Synthesizer-Parametern funktioniert und dabei klassische musikalische Ausdrucksformen außen vor lässt (oder zumindest nicht in den Fokus stellt) - Außer, man spricht ganzen Genres (wie etwa Drone-Musik) die Musikalität ab. Wenn man sich entscheided, das zu tun, sollte man sich allerdings fragen, ob man noch auf dem Stand der Zeit ist, oder ob man nicht vielleicht irgendwann von der Realität überholt wurde. Ich denke, das ist mehr oder weniger, worauf Verstaerker hinaus möchte.

Das ist aber kein Freifahrtschein: Auch diese "neuen" musikalischen Ausdrucksformen und Gesten können bewusst eingesetzt werden, um die Aufmerksamkeit des Hörers zu lenken und den Fokus auf den wichtigen Elementen der Musik zu behalten. Das kann der Musiker gut oder schlecht machen und danach lässt sich durchaus ein Urteil bilden (auch, wenn das natürlich wie immer bei Musik nur ein Versuch ist, ein Geschmacksurteil so gut wie möglich objektiv zu untermauern). Bei sehr viel Musik, die man in solchen Foren hört, wird das schlecht oder gar nicht gemacht. Oft "plätschert" die Musik so vor sich hin. Ich denke, das ist der Hauptkritikpunkt, den Maltodextrino anführt. Die Tracks klingen irgendwie "richtig" (weil oft ja doch einige Grundsätze der Harmonielehre "eingehalten" werden), aber trotzdem vollkommen uninteressant und verleiten zum durchskippen. Sowas funktioniert oft gut als "Soundtrack" oder Musik für den Hintergrund, aber wenn man es mit herausragenden musikalischen Werken vergleicht, fehlt eben etwas.

Was fehlt, ist der bewusste und gezielte Einsatz der musikalischen Mittel. Genauso, wie ein Gitarrensolo uninteressant wird, wenn der Gitarrist nur so in der pentatonischen Tonleiter herumnudelt, ohne eine starke Melodie zu suchen und Akzente zu setzen, wird elektronische Musik schnell langweilig, wenn der Musiker keinen klaren musikalischen Gedanken formuliert (wobei "musikalisch" auch die oben genannten "neuen" Gesten miteinbezieht). Es ist in der elektronischen Musik deutlich einfacher, so etwas plätscherndes zu produzieren, weil dank Sequencern und Loops die Musik ja einfach so weiterläuft, wenn man sie nicht explizit abstellt, während z.B. ein Saxophonist eben weiterblasen muss, damit auch weiter ein Ton kommt und so vielleicht eher mal darüber nachdenkt, ob da wirklich noch was kommen muss oder nicht. Da fällt es deutlich leichter, einfach mal einige Elemente weiterlaufen zu lassen und noch etwas draufzuschichten, anstatt sich auf die wichtigen musikalischen Gesten zu konzentrieren. Ich denke, das wird jeder, der elektronische Musik macht, aus eigener Erfahrung bestätigen können - Man muss sich das erst einmal abtrainieren.

Und das höre ich tendenziell auch in der Musik von traumlos - Insofern verstehe ich schon, was Maltodextrino meint. Die Musik ist offensichtlich mit Liebe gemacht und sehr gut produziert, würde aber meiner Meinung nach davon profitieren, bewusster den Hörer an die Hand zu nehmen und durch das Stück zu leiten. Weniger ist da oftmals mehr. Ich würde allerdings nicht sagen, dass traumlos' Musik ein gutes Beispiel für dieses "Problem" ist - das ist schon Kritik auf eher höherem Niveau meiner Meinung nach.

Ich denke, das größte Problem an dieser Diskussion bisher ist, dass die Kritik von Maltodextrino eigentlich eher generell und weniger gezielt auf die Musik von traumlos gerichtet war und die Musik von traumlos eher als ein Anstoß für eine Diskussion genutzt wurde. Wenn man das nicht klar trennt, gibt es zu schnell verletzte Gefühle wegen als unfair wahrgenommenen Kritikpunkten. Und das Resultat ist, das man sich nicht mit der eigentlichen These auseinandersetzt, obwohl das eigentlich jedem Musiker nur gut tun kann. Ich weiß zumindest von mir, dass ich mich lange an diesem Thema reiben musste und das ich davon sehr viel gelernt habe. Es wäre ja schade, wenn die Diskussion hier aufgrund von zu vielen hineingemischten Emotionen einfach so versickert und am Ende alle nur denken, dass der andere eben keine Ahnung hat, wovon er redet. Vielleicht sollte man hier einen eigenen Thread heraustrennen?
 
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01-03-2018, 10:45


Zitat von Maltodextrino:
Trotzdem glaube ich, dass niemand von euch meine eigentliche Hauptthese, die ich gestern (oder wars heute nacht?) zum Schluss formulierte, die zusammengefasst so geht, dass "eure" Musik stinknormale elekronische (Popusik Minus Songwriting ist, verstanden hat.
.

erstens hab ich die nicht so verstanden und zweitens halt ich deine These auch für falsch, denn

ich zitiere Wikipedia:

Popmusik (aus engl. popular music) bezeichnet eine Musikform, die vorwiegend seit den 1950er Jahren aus dem Rock ’n’ Roll, der Beatmusik, Folk aber auch dem Jazz entstand, von den Beatles fortgeführt und von der schwedischen Band ABBA seit Beginn der 1970er Jahre popularisiert wurde.[1] Sie gilt seit den 1960er Jahren als europäisierte, international etablierte Variante angloamerikanischer Musik, die im Kontext jugendlicher Subkulturen entstand und inzwischen zumeist auf Grundlage der Erkenntnisse aus der Elektronischen Musik aufbereitet und massenmedial verbreitet wird.[2] Im weiteren Sinne zählt jede durch Massenmedien verbreitete Art von Unterhaltungsmusik wie Schlager, Filmmusik, Operette, Musical, Tanzmusik sowie populäre Adaptionen aus der klassischen Musik und Folklore zur Popmusik. Zwischen Populärer Musik und Popmusik wird unterschieden.[3] Entgegen dem Stigma des Populären enthält die Popmusik den Beigeschmack des „spritzigen“ und frischen Musikereignisses..

ich sehe bei dem hier präsentierten keine Beziehung zu dem was man gemeinhin unter Popmusik versteht ... oder hörst du Abba raus?
Dann solltest du dich mal durchchecken lassen.

Ich denke vielmehr Du hast nicht verstanden was die Motivation der hier präsentierten Musik ist.


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Zitat von Cyberdroid & verstaerker:
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Dabey
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01-03-2018, 11:41

Und jetzt stell dir vor: ich mag Musik die plätschert. Ich würde einen Hans Zimmer genauso skippen wie Calvin Harris. Ihr könnt ja gern weiter diskutieren ob man Musik um der Musik Willen bzw. dem Spaß an der Musik machen darf, oder ob Musik immer catchy sein muss und den Hörer an die Hand nehmen. Kinski gegen Schweiger. Aber ihr glaubt doch nicht ernsthaft das sich jemand von solchen Kommentaren veranlasst sieht sein Verständnis vom musizieren komplett zu ändern. Der Anspruch an Hobbymusiker wird hier definitiv zu hoch gesetzt. Aber es steht dem Malto ja frei sich für die von ihm veranschlagten 10% zu qualifizieren. Aus meiner Sicht ist das bisher nicht gegeben. Seine Tracks Spanium & Titanium sind genauso als Hintergrundmusik geeignet wie einige Tracks von tiefblau die hier gezeigt wurden. Mehr auch nicht.


 
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01-03-2018, 11:45


Zitat von verstaerker:
Ich denke vielmehr Du hast nicht verstanden was die Motivation der hier präsentierten Musik ist.

Ich glaube er will sie gar nicht verstehen. Er will sie ändern.


 
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x2mirko
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01-03-2018, 12:24


Zitat von Dabey:
Und jetzt stell dir vor: ich mag Musik die plätschert. Ich würde einen Hans Zimmer genauso skippen wie Calvin Harris. Ihr könnt ja gern weiter diskutieren ob man Musik um der Musik Willen bzw. dem Spaß an der Musik machen darf, oder ob Musik immer catchy sein muss und den Hörer an die Hand nehmen. Kinski gegen Schweiger. Aber ihr glaubt doch nicht ernsthaft das sich jemand von solchen Kommentaren veranlasst sieht sein Verständnis vom musizieren komplett zu ändern. Der Anspruch an Hobbymusiker wird hier definitiv zu hoch gesetzt. Aber es steht dem Malto ja frei sich für die von ihm veranschlagten 10% zu qualifizieren. Aus meiner Sicht ist das bisher nicht gegeben. Seine Tracks Spanium & Titanium sind genauso als Hintergrundmusik geeignet wie einige Tracks von tiefblau die hier gezeigt wurden. Mehr auch nicht.

Schade, das war nun wirklich nicht die Reaktion, die ich mir erhofft hätte. Ich verstehe schon, was du meinst, aber ich denke, dass du meine Intention missverstehst.

Die Frage ist ja immer, ob es so gewollt ist, oder nicht. Vielleicht ist bei dir auch der falsche Eindruck über meinen Musikgeschmack entstanden, wenn du so vor Sarkasmus triefend formulierst "Stell dir vor, ich mag Musik die plätschert". Ich höre jede Menge Ambient, Drone und Free Jazz - Musik, die nicht unbedingt durch ihre feste Struktur besticht und die man vielleicht auch als "plätschernd" bezeichnen könnte. Musik kann natürlich schön plätschern! Es kann aber auch ein Zeichen davon sein, dass der Musiker noch nicht so recht herausgefunden hat, wie er das, was er eigentlich Ausdrücken will, auf das wesentliche herunterbrechen kann. Es wirkt eben oft so, als wäre das letztere der Fall.

Ich weiß von mir selbst, dass ich zu Beginn einige Zeit so "plätschernde Musik" (das ist natürlich auch ein stark vereinfachender Begriff. Mir fehlen die Worte, um das, was ich meine kurz zu fassen, wenn es um das Beschreiben von Musik geht) gemacht habe, obwohl das nicht mein Ziel war. Für mich war eine bewusste Konzentration auf das wesentliche und insbesondere ein Verständnis davon, was denn eigentlich das Problem ist, wichtig. Das war gerade zu dieser Zeit nicht unbedingt offensichtlich für mich. Insofern halte ich die Diskussion für grundsätzlich wertvoll. Ich hätte damals jedenfalls lieber so einen Denkanstoß gehabt, als zu hören, dass ich noch ein bisschen mehr Bass reindrehen sollte.

Was die Ansprüche betrifft: Natürlich kann jeder tun, was er will. Ich setze hohe Ansprüche an mich selbst und an die Musik, die ich höre (weil ich gerne schöne Dinge herstellen möchte und gerne schöne Musik höre). Wer nach Feedback fragt, sollte auch mit Kritik umgehen können, die höhere Ansprüche als die eigenen ansetzt. Es ist meiner Meinung nach nicht zuviel verlangt, das einzuordnen zu können und, wenn man an sich selbst niedrigere Ansprüche stellt, das Feedback eben zu ignorieren - Das ist ja vollkommen legitim. Aber wenn die Ansprüche von vornherein minimal sein müssen (denn wer bestimmt denn, was "zu hoch" ist?), kann man sich die Bitte nach "Feedback" auch sparen, da schließlich nur noch Lobhudelei möglich ist.
 
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01-03-2018, 12:34

Und du findest Form und Umfang der hier geäußerten Kritik angemessen und zielführend?


 
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01-03-2018, 12:40


Zitat von x2mirko:
Es kann aber auch ein Zeichen davon sein, dass der Musiker noch nicht so recht herausgefunden hat, wie er das, was er eigentlich Ausdrücken will, auf das wesentliche herunterbrechen kann. Es wirkt eben oft so, als wäre das letztere der Fall.

Und genau das ist der Punkt: ich würde mir niemals anmaßen das zu bewerten, ohne mit dem Künstler auf normaler Basis darüber zu reden. Alles andere sind Vermutungen und Unterstellungen, die systembedingt der eigenen Interpretation des Dargebotenen unterworfen sind.


 
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01-03-2018, 12:47


Zitat von Dabey:
Und du findest Form und Umfang der hier geäußerten Kritik angemessen und zielführend?

Nein. Das habe ich ja auch in meinem ersten Post schon geschrieben (vielleicht nicht deutlich genug?). Ich finde die Kritik von Maltodextrino zwar nicht grundsätzlich verkehrt, aber vollkommen falsch formuliert. Zudem ist die Vermischung der speziellen Kritik an einem oder mehreren der Stücke hier mit der ja eigentlich viel allgemeineren Kritik sehr problematisch. Das einzige, was man so erreicht, ist Fronten und Konflikte aufzubauen.

Die Reaktionen in diesem Thread (von beiden Seiten) sind insgesamt sehr wenig zielführend. Ich denke z.B. auch nicht, dass der geäußerten Kritik "Neid" zugrunde liegt - das halte ich für vollkommen absurd. Ich kann mir diese Annahme nur als (durchaus verständliche) emotionale Reaktion erklären, nicht rational.

Ich hatte eigentlich gehofft, mit meinem Post dabei zu helfen, das ein wenig zu entwirren. Aber das ist mir ja offensichtlich nicht gelungen, wenn ich ja sofort mit Maltodextrino in einen Topf gesteckt werde, weil ich ihm in Teilen auf einer abstrakteren Ebene zustimme.
 
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01-03-2018, 12:54


Zitat von Dabey:
Und genau das ist der Punkt: ich würde mir niemals anmaßen das zu bewerten, ohne mit dem Künstler auf normaler Basis darüber zu reden. Alles andere sind Vermutungen und Unterstellungen, die systembedingt der eigenen Interpretation des Dargebotenen unterworfen sind.

Ist nicht genau dafür so ein Feedback thread da? Im Grunde sage ich doch: Auf mich wirkt es so, als fehle da Struktur. Das kann der Künstler dann ja mit seiner Wahrnehmung abgleichen und entsprechend reagieren. Wenn er dann sagt: "Nein, das muss so!" ist das ja auch okay.

Womit wir dann natürlich wieder bei der Form wären.
 
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01-03-2018, 13:12

Deine diplomatischen Versuche in allen Ehren. Und ja, die Kritik an Malto ist vollkommen versandet in der ganzen Zustimmung zu dieser These, die im übrigen von dir sehr viel verständlicher formuliert wurde als vom ursprünglichen Verfasser.

Vielleicht eine kurze Begründung zu meiner Position und der Art der von mir verfassten Antworten: vor ca. 3 Monaten habe ich ein Album veröffentlicht. Die Diskussion dazu auf recording.de hat mich ein Stück weit in meiner Sicht auf die Dinge bestärkt, an anderen Punkten zum Nachdenken gebracht. Da wurde unter anderem gesagt es wäre nicht schlecht aber einfallslos, vor sich hin plätschern, usw. Andere fanden es sowieso es ist sehr gelungen. Frage: auf wen soll man hören? Antwort: auf alle die ihr Anliegen ordentlich formuliert und ohne Vorwürfe anbringen.

Daher kannst du gern vermitteln, wirst aber Malto von seiner Art nicht abbringen, mit der er immer wieder den Leuten ans Bein pinkelt. Er braucht sich auch nicht gefühlte 48mal entschuldigen für seine Formulierungen. Vielleicht kann er sich ja Mal jemanden suchen, der weiß wie man sich ordentlich ausdrückt, Hilfe von der er erwartet das andere sich die für ihre Musik suchen. Je weniger man abfällig über andere redet, um so eher wird man verstanden.


 
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01-03-2018, 13:39


Zitat von x2mirko:
Die Musik ist offensichtlich mit Liebe gemacht und sehr gut produziert, würde aber meiner Meinung nach davon profitieren, bewusster den Hörer an die Hand zu nehmen und durch das Stück zu leiten. Weniger ist da oftmals mehr.

Da fehlt mir da jetzt ein konkretes Besipiel wo man was wegnehmen sollte - meine Musik ist ja bereits minimalistisch bis klassisch Minimal Music.
Insofern ist das so pauschal jetzt nicht so leicht nachvollziehbar.
Ich finde auch nicht unbedingt daß es Musik ist die vor sich hin plätschert, dazu ist sie nicht angenehm genug finde ich.
Also das würde ich eher von so Berlin School sagen oder sowas, was ich nicht machen will.

Dafür würde ich nicht sagen daß sie besonders gut produziert ist, was das an geht kommt öfter Kritik die ich meist auch nachvollziehen kann.
Auch sind manche Stücke manchmal zu unfertig, und bräuchten kleiner Veränderungen, kann ich auch nachvollziehen und deckt sich meistens mit dem was ich denke.

Jedenfalls - in klassischeren Songstrukturen habe ich ganz früher auch gearbeitetund einige Tracks haben das auch noch,
die Musik war aber schlecht - jetzt mache ich das in wenigen Stunden am Stück und die Musik ist ziehmlich genau die die ich machen will.

Aber wenn jemand schreibt, ihm fehle da klassiche Songstruktur und er hätte lieber banale Pop-Harmonien ist das schon ok
würde mich sicher nicht dazu bringen meine Musik zu ändern aber dann weiß ich wenigstens daß es bei ihm nicht ankommt
und weiß wie das Gegenüber tickt.
Mich ödet so was stark an, und aus dem was Maltodextrin gechrieben hat ist mir klar daß ich seine Musik sicher nicht hören mag
aber es ist nicht uninteressant das als Rückmeldung zu bekommen, auch wenn es wenig bringt.

Der erste Post war auch noch ok, aber mit dem geballtem Neid auf teures Equipment daß ich gar nicht habe und solchen Dingen kann ich nichts anfangen.
Zusammen mit dem versteckt geäußertem Wunsch zur Zusammenarbeit und der Suche nach Ideen und den vielen Tracks
die er angehört hat ist das für mich jenseits von bizarr.
 
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