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Forum > Musikproduktion > Forum > Tutorials > [Doku] kl. Studiobau in Berlin Kreuzberg (Bethanien)
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Bender
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[Doku] kl. Studiobau in Berlin Kreuzberg (Bethanien)
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07-06-2011, 17:49

Hi Forum,
vor etwas mehr als zwei Wochen suchte elisabeth, bei recording,de Hilfe. Sie versuchte die Technik des aktiven Helmholtzresonators bei einem Akustikprojekt umzusetzen und stieß dabei auf Probleme.
Ich sah in ihrem Profil, dass sie wie ich aus Berlin kommt und bot ihr meine Hilfe an, da ich ja selber noch mit diesem System rumprobiere und geeignete Praxisumgebungen für Experimente suche.

Der Weg führte mich in den berüchtigten Kreuzberg 36 Kiez in das Künstlerhaus Bethanien am Mariannenplatz.



(Haupteingang Kulturhaus-Bethanien am Mariannenplatz 2 in Berlin-Kreuzberg)

Das im 19Jh. erbaute alte Diakonissen-Krankenhaus hat eine echt interessante Geschichte hinter sich voll nach meinem Geschmack aber lest selbst.
http://de.wikipedia.org/wiki/Bethanien_%28Berlin%29

Heute wird das Gebäude als soziale und kulturelle Einrichtung genutzt und ist zum Teil auch noch in der Hand von Hausbesetzern, wie es sich für SO36 gehört.

Im riesigen verwinkelter Keller befindet sich die Medienwerkstatt des Vereins BBK (Berufsverband Bildender Künstler http://www.bbk-kulturwerk.de/ ) mit vielen professionell ausgestatteten Videobearbeitungsplätzen, die von Künstlern zu echt lächerlichen Mietpreisen genutzt werden können. http://www.bbk-kulturwerk.de/con/kul...t.php/idcat.48

Was halt noch fehlte war ein Raum, in dem man auch anständig mit Audio arbeiten kann, da die Videoschnittplätze dafür aus Raumakustischer Sicht ungeeignet sind.

Ich lernte Elisabeth, die Leitung des Kulturvereins und die ganze idealistisch-antikapitalistische Grundstimmung in diesem Gebäude kennen und war sofort begeistert. Genau sowas ist ja auch mein Ding, weil ich aus demselben Holz geschnitzt bin. Ich beschloss also spontan das Projekt voll zu unterstützen.
Dabei organisierte und plante ich das ganze Raumkonzept und baute zusammen mit Elisabeth jede freie Minute bis in die Nacht. Deswegen und weil in dem Keller mit meterdicken Wänden kein Handyempfang war, bin ich in letzter Zeit auch so selten hier online gewesen. Einige haben mich ja schon vermisst .

Nach rund 14 Tagen Planung und Bau ist der kleine Mischraum so gut wie fertig, und natürlich hab ich alles dokumentiert und darf euch hier unser ganzes Projekt von der ersten Messung bis zum fertig optimierten Raum vorstellen.

Der kleine Mixing-Raum wird für jeden Künstler nutzbar sein, denn die Mietpreise sind im Bereich eines Taschengelds.

5€ pro Stunde
35€ der Tag
20€ ein halber Tag (bis 4 Stunden)
140,- eine Woche


Fest installiert sein wird ein ProTools-System. Ich werde den Arbeitsplatz aber so einrichten, dass jeder sich mit seinem eigenen Laptop plus Audiointerface und Sequenzer einklinken kann.
Ich selbst werde den Raum oft nutzen um meine Nachbarn nicht non Stop zu ärgern, wenn mal wieder ein Tag mehr zu mixen und mastern ist. 12h am Stück mit 85dB auf dem Tacho kann ich selbst meinen toleranten Friedrichshainer Nachbarn nicht zumuten.

Aber nun genug rumgesabbelt.


 
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07-06-2011, 17:50

Der unbehandelte Raum






Maße:
Länge 6,30m
Breite 2,60m
Höhe bis Beginn der Rundung 2,80m
Höhe bis zur Mitte der Rundung 3,10m

Man kann ihn locker in die Kategorie „äußerst schwierig“ einstufen. Schon beim Betreten war mir sofort klar, dass hier ein aktiver Helmholtzresonator nicht viel bringen wird.
Alleine schon eine normale Unterhaltung war sehr anstrengend.
Die abgerundete Decke wirkte wie ein akustisches Brennglas.
Weil der Raum sehr schmal ist, hat man auch wenig Spielraum mit dem Stereodreieck und Eckelementen. Erfahrungsgemäß ist auch ein solch kleiner Raum schnell zu Tode gedämmt, wenn man auf poröse Absorber setzt, die aber in diesem Raum am sinnvollsten sind, was man auch gleich in den Messungen sehen wird.
Viel Budget darf der Akustikbau natürlich auch nicht fressen, denn Kapitalismus können die Kapitalisten machen. Hier geht’s um Förderung von Kunst, also muss das Ergebnis auch im bezahlbaren Rahmen bleiben. Es nutzt ja nichts irre viel Kohle zu verpulvern und am Ende kann sich keiner die Nutzung der Räumlichkeit leisten.

Also in Summe hab ich mich auf eine ganz schön heftige Herausforderung eingelassen, was die folgenden Messungen unterstreichen.


 
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07-06-2011, 17:50

Erste Messung des unbehandelten Raumes

Manche werden die meisten Graphen noch nicht richtig deuten können, aber nach und nach werde ich ja alles in meinem REW-Workshop erklären.

Wasserfalldiagram



In meinem Workshop steht ja soweit gut beschrieben wie man dieses Diagramm beurteilt.
http://recording.de/Community/Forum/...04318.html#P_2
Der gesamte Bassbereich ist eine komplette Nachhallsuppe, die ich so schlimm auf keiner Messung bisher gesehen habe.


Spectrogram


Das Spectrogram bestätigt es auch nochmal, und man sieht auch dort egal wo man hinschaut nur Nachhall in apokalyptischen Ausmaßen. Dass ein so kleiner Raum so viel Krach machen kann, ist schon unglaublich. Grund dafür ist die runde Decke.

Gute 3 Sekunden dauerte es übrigens, bis endlich mal Ruhe herrschte in diesem Raum.


RT60



Beim RT60-Graphen ist es das Ziel, dass die grüne Linie nach der akustischen Optimierung zwischen 0,2 und 0,3s verläuft. Unter 0,2s im Mitten- und Hochtonbereich würde z.B. bedeuten, dass man den Raum überdämmt hat. Über 0,3ms heißt, dass der Nachhall noch zu lang ist für Studiozwecke.


Frequenzgang


Der sollte am Ende auch ungeglättet möglichst linear aussehen und besonders im Höhenbereich keine Kammfiltereffekte aufzeigen.


ETC
Für die so genannte Energiezeitkurve misst man jede Box einzeln

Links


Rechts


Eine grobe Erklärung, wie man ein ETC auswertet und wie es am Ende aussehen sollte, findet man im Akustik FAQ Thread von karumba.
(Punkt 1.5)
http://recording.de/Community/Forum/...55908.html#P_2
In meinem Workshop werde ich aber zu gegebener Zeit intensiver drauf eingehen.
Auf jeden Fall dürfen die Spitzen nicht die -20db/FS oder besser -25 und tiefer (x-achse) nicht überschreiten, bis auf das Direktsignal (erste große Spitze bei 0ms auf der y-Achse) und die Spitze des Beginns des Diffusschallfeldes (im Fall dieses Raumes bei etwas über 20ms)

Nach solchen Messergebnissen kann man schon mal das Handtuch werfen. Ich könnte es demjenigen jedenfalls nicht übel nehmen, aber ich bin ja optimistisch und verbessern geht immer. Wie brauchbar der Raum fürs Mixen am Ende aber wird, war ich zugegebenermaßen etwas unsicher.


 
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07-06-2011, 17:52

Das Konzept



LEDE-Prinzip
Ich habe mich für das LEDE-Prinzip entschieden, weil der Raum ja lang genug ist.
Allein die brennglasmäßige Decke und die Breite des Raumes machten mir große Sorgen, denn 2,60m ist wirklich sehr schmal, was nur ein kleines Abhördreieck ermöglicht.
Vorne soll viel absorbiert werden und auch möglichst keine Reflektionen entstehen. Hinten soll ein großer, raumbreiter Diffusor seine Arbeit verrichten

Mineralwolle und Superchunks
Von Anfang an stand fest, dass hier sehr breitbandig im Bassbereich absorbiert werden muss und daher Mineralwolle wohl das Beste wäre.
Und zwar so viel wie geht und das Budget hergibt.
Große Eckabsorber bzw. Superchunks vorn und kleinere hinten und auch jeweils die Wand/Decken-Kanten zwischen den Superchunks mit Steinwolle füllen.

Reflekor mit Crossoverschaltung

Das Problem bei großen Mengen poröser Absorber in kleinen Räumen ist, dass man so nicht nur den Bassbereich dämmt, sondern auch den Mitten und Höhenbereich, und der ist dann ganz schnell todgedämmt, da viel weniger Wolle ausreicht, als im Bass nötig ist, um den auf die 300ms zu drücken.
Jemand hat mir da vor einiger Zeit in anderem Bezug verschiedene Tipps gegeben.
Wenn z.B. die Decke hoch genug ist, kann man eine Schräge bauen, welche als Reflektor dient und den Schall nach hinten wirft.
So bekommt man mehr „Energie“ auf die Diffusoren und somit auch mehr „guten“ Hochton zurück an den Abhörplatz.
In einem anderen Zusammenhang ging es in einem privaten Gespräch mal um das beste Prinzip, einen porösen Bassabsorber nur im Bassbereich wirken zu lassen. Entweder komplett/vollflächig mit sehr dünnem Holz verkleiden (z.B. 0,3cm Hartfaserplatten) oder mit dicker Wellpappe.
Aber am sinnvollsten und vor allem am steuerbarsten ist das Prinzip der „Verlattung“.
Man verkleidet die sichtbare Fläche des Bassabsorbers mit Holzlatten und lässt zwischen diesen Latten immer einen Spalt von 1 cm. Die Breite der Latte bestimmt dann die Übergangsfrequenz von Absorbtion zu Reflektion. Wellenlängen die länger als die Breite der Latte sind beugen sich drum herum und können vom Porösen Material dort hinter absorbiert werden. Wellenlängen die kürzer als die Breite der Latten sind werden von ihr reflektiert.
Klingt vielleicht erst mal kompliziert aber ist in der Praxis total simpel.
Ich habe die zwei Tipps genommen und daraus ein Akustikelement entworfen.
Einen Reflektor mit Crossoverschaltung.

Decke
Bis zum Rohr im hinteren Bereich wäre eine Deckenkonstruktion überlegenswert, nach dem gleichen Prinzip wie der Reflektor mit Mineralwolle und Verlattung.
Ab dem Rohr wird die Decke durch viele Versorgungsleitungen extrem unregelmäßig, was es sehr aufwendig machen würde, mit Unterkonstruktionen zu arbeiten. Also wäre es besser, diesen Deckenbereich einfach aus kosmetischen Gründen mit Stoff abzuhängen




Material
Als porösen Absorber für den Bassbereich wird Rockwoll Sonorock verbaut.
Der niedrige Strömungswiderstand erlaubt die Absorption von sehr tiefen Frequenzen, weil man dieses Material besonders dick machen kann und somit die langen Basswellen tief hinein reichen.
Für die Absorption der Erstreflektionen wird Rockwoll Thermarock 50 verwendet.
Diese Steinwolle hat einen viel höheren Strömungswiderstand (ähnlich wie Basotect) und wirkt bei geringerer dicke viel stärker als Sonorock, kann aber nicht im Tiefbass wirken, was es auch nicht braucht.
Als Material zum Verlatten sollte was Günstiges her, was gleichzeitig auch gut aussieht und die Ansprüche erfüllt. Es darf nicht zu dünn sein aber auch nicht zu dick, weil es sonst zu schwer wird oder nicht schallhart genug ist.
Laminat war dann das, was mir sofort einfiel. Erfüllt alles.
Mit 7 mm Dicke schallhart genug und mit 19 cm Breite pro Laminatlatte liegt man bei ca. 1800 Hz, wenn man zwischen den Laminatbahnen immer einen kleinen 1 cm Schlitz lässt. Klickt man immer zwei Laminatbahnen zusammen und lässt dann einen Spalt und klickt wieder zwei Bahnen zusammen usw. ist man bei einer Übergangsfrequenz von 900hz usw.
So lässt sich die Absorption von Bassbereich und Hochton hervorragend steuern.
Als Stoff steht jede Menge schneeweißer Bühnenmollton zur Verfügung, und als Bespannstoff für die Breitbandabsorber liegt auch schon flexibles dunkelblaues Material vor.
Für die Diffusoren gibt es im Haus jede Menge 120x90x0, 8cm Holzplatten, die immer bei Palettenlieferungen an die Druckwerstatt als Verpackungsmüll übrig bleiben.
Perfekte Zwischenwände für 1D Diffusoren.
Für die Fächer zum „Furnieren“ eignen sich Laminatreste.
Für die Unterkonstruktionen und sonstige Sachen sollten normale Dachlatten locker reichen.


 
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07-06-2011, 17:53

Der Bau



Dead-End Bereich mit Superchunks und Reflektorkonstruktion.

Als Erstes wurden beide vorderen Ecken mit Superchunks ausgefüllt.


Das perfekte Schnittmuster für große dicke Superchunks findet man übrigens in diesem Beitrag
http://recording.de/Community/Forum/...5942.html#P_45

Dann kam die Unterkonstruktion für den Reflektor. Den Winkel wurde mit einem Laser und einem Spiegel festgelegt.
Der Laserstrahl war quasi der Schall aus der Box, und den Spiegel habe ich dann in Deckennähe, wo der Reflektor später langgehen soll, so weit geneigt, dass der Laserstrahl genau hinten in der Höhe landete wo der Diffusor später stehen würde. Von der Neigung des Spiegels konnte man nun die perfekte Neigung des Reflektors abtragen.


Zusätzlich wurde noch die Wand/Deckenkante mit Sonorock gefüllt.

Damit später keine ärgerlichen Resonanzgeräusche zwischen Wände und Unterkonstruktion entstehen können sind alle entsprechenden Stellen mit Teppichresten entschärft worden. Sicher ist sicher.


0,05 mm starke Malerfolie wurde über die Wolle gespannt an den Seiten angetackert und mit Silikon an den Rändern versiegelt.
So können keine Fasern an die Luft kommen.


Jeweils ein Pfosten rechts und links sollen später das Bespannen mit dem Molton erleichtern, und es sieht dann auch schicker aus.


Hier sieht man gut, warum diese Pfosten eingebaut wurden


Das Molton, gespannt über die Unterkonstruktion, dient dazu, dass die Mineralwolle guten Halt hat und nicht durchfallen kann. Denn über der kompletten Reflektorkonstruktion wurde nochmal eine Schicht mit 20cm dicken Sonorock ausgelegt (auch luftdicht in Folie verpackt)


Ich hatte noch etwas braunen Stoff über und dachte mir, dass man den gut nutzen kann, damit man durch die Schlitze der Laminatverkleidung nicht die Unterkonstruktion sieht. Später stellte sich heraus, dass man das auch hätte weglassen können, weil der Spalt eh zu schmal war als dass man da obtisch Unschönes durchgesehen hätte.


Das Laminat wurde einfach an die Unterkonstruktion geschraubt und zwischen den Bahnen wurde immer ein Spalt von einem Zentimeter gelassen. Eine Bahn ist 19 cm breit, was etwa 1800 Hz entspricht. Somit beugt sich alles über 19 cm Wellenlänge, also alles unter 1800 Hz um das Laminat und wird von der ganzen Mineralwolle dahinter absorbiert. Wellen, die kleiner als 19 cm sind, also größer als 1800 Hz, werden vom Laminat reflektiert.


Damit ist das erste Akustikelement fertig. Zeit für eine erste Zwischenmessung.
Leider kamen die Stative erst viel später, daher stehen die Boxen suboptimal.
Aber das Provisorium mit Palletten reichte definitiv um eine gute Messung zu machen, die man mit den Messungen des leeren Raums vergleichen kann.




 
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07-06-2011, 17:53

Erste Zwischenmessung



Wasserfalldiagram



Spectrogram



RT60



Frequenzgang



ETC
Links


Rechts



Auswertung:
Der Aufwand hat sich echt gelohnt bisher.
Die Nachhallzeiten sind extrem zurück gegangen, selbst die 25 Hz Mode ist kaum noch der Rede wert, womit ich nicht gerechnet hätte.
Der Mitten- und Hochtonbereich wurde trotz des massiven Einsatzes von Mineralwolle nicht die Spur überdämmt.
Prima!
Nach so einer erfreulichen Zwischenmessung macht doch die Arbeit doppelt so viel Spaß.


 
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07-06-2011, 17:54

Deckenkonstruktion



Natürlich ist das Ziel noch nicht erreicht. Die Nachhallzeiten sind trotzdem noch zu lang und die Reflektionen zu stark. Insgesamt wurde aber ein riesen Schritt Richtung Ziel gemacht.
Weiter geht es also mit der Decke.

Diese wird vom Prinzip her genauso wie der Reflektor gebaut nur, dass nicht nach jeder Laminatbahn ein Spalt gelassen wird, sondern zwei Bahnen werden immer Zusammengeklickt. Dann kommt der ein Zentimeter breite Spalt und dann wieder zwei zusammengeklickte Bahnen Laminat usw.
Damit absorbiert die Decke nur bis 900hz und alles drüber wird reflektiert.







Ich denke, dazu muss nichts mehr extra erklärt werden, denn das habe ich ja schon beim Reflektor gemacht.
Natürlich wurden die alle Ecken und Kanten später noch mit Abschlussleisten versehen.



So. Decke fertig. Zeit für die nächste Zwischenmessung.


 
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07-06-2011, 17:55

2. Zwischenmessung



Wasserfalldiagram




Spectrogram



RT60



Frequenzgang



ETC

Links


Rechts



Auswertung:
Die Decke tut ihren Dienst. Nachhall im Bassbereich ist nochmals ein gutes Stück gesunken und der Mitten- und Hochtonbereich blieb geschont.
Problem: Je nachdem wie ich das Abhördreieck stelle, zeigt sich eine Senke zwischen 80 und 90Hz.
Das dürfte wohl der sbir Effekt sein, wenn die Installation der Eckabsorber im hinteren Bereich des Raumes die Senke nicht mildert. Da der Raum so schmal ist, wird eine Aufstellung direkt an der Wand durch die Eckabsorber schwierig. Weiter weg von den Seiten kann ich auch nicht, denn der Effekt kann auch von dort kommen. Aber da lässt sich bestimmt ein Kompromiss finden, mit dem man leben kann.


 
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07-06-2011, 17:55

Abhängen des hinteren Deckenbereichs und hintere Eckabsorber.



Wie bei der Planung des Konzeptes schon beschlossen wurde, ist es weniger aufwendig, die ganzen Rohre und Leitungen einfach hinter Molton verschwinden zu lassen, als dafür eine teurere und kompliziertere Unterkonstruktion aus Holz zu bauen. Die Decke im hinteren Bereich muss auch keine absorbierende Eigenschaft mehr besitzen.
Also gesagt und getan.




Die Eckabsorber können gut die Hälfte kleiner werden, denn so weit muss nach der letzten Messung gar nicht mehr die Nachhallzeit im Bass runter. Geld muss immerhin auch gespart werden. Diesmal wurden keine Dreiecke gestapelt, sondern die Wolle längs zerteilt und mit ansteigender Hypotenuse in der Ecke die Sonorockplatte immer breiter geschnitten.




Die beiden hinteren Eckabsorber auch mit Laminat zu verkleiden, damit die nur im Bass wirken, wurde hier erst mal als Option offen gelassen. Erst wenn alle Breitbandabsorber am Mischplatz hängen und der RT60-Graph eine Überdämmung anzeigt, werden die Eckabsorber entsprechend verkleidet.


 
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07-06-2011, 17:56

3. Zwischenmessung



Wasserfalldiagramm



Spectrogram



RT60



Frequezgang



ETC

Links


Rechts



Auswertung:
Die hinteren Superchunks haben die letzten fehlenden Millisekunden gedrückt, um im Bassbereich unter 0,3 s zu kommen. Der Hochtonbereich ist jetzt aber noch über 0,3 s, was sich aber noch ändern wird, sobald die Breitbandabsorber hängen.
Der Tiefbassbereich zeigt eine Überbetonung, weil die optimale Abhörposition noch nicht gesucht wurde und auch noch keine Seitenabsorber hängen. Außerdem haben die 8040APM noch gute Raum-EQ Möglichkeiten auf der Rückseite, deren Potential auch noch nicht genutzt wurde.


 
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07-06-2011, 17:57

Diffusion und Absorption der Reflektionen.



Vorn sollen möglichst keine frühen Reflektionen zum Abhörpunkt entstehen und hinten werden die Reflektionen erhalten, damit sie später schön gestreut mittels Diffusoren zum Abhörplatz geleitet werden.
Dazu wurde ein großer 1D Diffusor für hinten und einige Breitbandabsorber gebaut.

Diffusorbau

Mit QRDude habe ich einen Diffusor geplant der mit dem vorhandenen Holz die beste Performance bringt.


Er wird also aus insgesamt 47 Fächern bestehen, die 1,25m hoch sind und der eine Gesamtbreite von ca. 2,25m erreichen wird.
Da ein so breiter Diffusor nicht wirklich in einem Stück zu handeln ist und man unbedingt auch hinter die Diffusoren gelangen muss, weil das Kellerfenster gleichzeitig auch ein Notausstieg ist, wird er aus 3 Teilen gebaut. Zwei größeren Außenteilen auf Ständern, um den Diffusor auf Arbeitshöhe zu bekommen, und ein schmaleres Mittelteil auf einem Gestell mit Rollen.

Die Fins (Zwischenwände) bestehen aus Altholz, welche ständig nach Palettenlieferungen als Verpackungsmüll im Haus anfallen.



Die Böden der Sequenzen (Fächer) sind aus Laminat, welches in 4 cm breite Streifen geschnitten wurde.


Als Abstandshalter wurden sowas wie gepresste Sägemehlplatten verarbeitet, die auch im Haus rumlagen und schön leicht sind. 4 davon zusammen gelegt ergeben auch die benötigte Breite von 4 cm, die so eine Sequenz haben soll. Perfekt!

Diese Platten haben nicht ganz gereicht, also wurde für den Rest noch etwas Styrodur in 4cm breite gekauft.

Normalerweise klebt man ja solche Teile, aber ich hab mich für Schrauben und Silikon entschieden, weil das Altholz und die Pressspanplatten nicht wirklich Optimal für die Verleimtechnik waren.





Breitbandabsorberbau



Als nächstes ging es darum, sich mit Hilfe vieler Messungen mal einen Überblick über die Reflektionen im ETC zu verschaffen.
Dabei hab ich auch gleich nach der optimalen Position des Stereodreiecks gesucht und mit den Room EQ der Genelecs etwas den überbetonten Tiefbass rausgenommen.
Außerdem wurde im ersten Raumdrittel der Teppich belassen und der Rest rausgeworfen, damit die Höhen nicht zu stark absorbiert werden.

Sieht zwar chaotisch aus, aber so baut man dann nicht versehendlich zu große, kleine dicke oder dünne Absorber, wenn man sich schon vorher ein Bild macht, was reicht bzw. wie viel nötig ist.

Die Breitbandabsorber sind sehr simpel. Sie bestehen aus Rockwoll Thermarock 50, Rahmen aus Holzresten und blauem Dekostoff.


Gebaut wurden zwei Stück in 12cm Stärke für die Seitenwände und drei Stück in 6cm Stärke.
Einer davon für einen kleinen reflektierenden Teil, der am unteren Ende vom Reflektor kurz über den Boxen kommt und zwei für den hinteren Seitenwandbereich der vorderen Raumhälfte, um dort die Flatterechos etwas unter Kontrolle zu bringen, falls mal einer im hinteren Raumbereich steht und mithören will und das dann nicht ganz so schlecht klingt.
Denn insgesamt ist der Raum im Sweetspot schön ausgewogen, aber außerhalb, besonders ab der Raummitte, klingt es nicht mehr so gut wie am Abhörpunkt.
Aber das ist auch normal.
Eventuell werden auch noch mobile Absorber gebaut, die man noch zusätzlich reinstellen kann, wenn man den Teil des Raumes z.B. für kleinere Aufnahmen nutzen möchte.
Stauraum gibt es hinter den Diffusoren genug, wo die mobilen Teile dann gelagert werden können.


 
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07-06-2011, 17:57

FAST...!



Optisch sieht das vorerst fertige ergebnis nun so aus:

Dead End




Live End





Was jetzt noch fehlt ist ein vernünftiger Arbeitsplatz. Der wird demnächst auch eingerichtet.
Wahrscheinlich bau ich dafür dann noch einen ordentlichen RFZ-Tisch.


 
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07-06-2011, 17:58

Vorerst Finale Messungen



Wasserfalldiagram

Unbehandelter Raum


Behandelter Raum


--------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Spectrogram

Unbehandelter Raum


Behandelter Raum


---------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

RT60

Unbehandelter Raum


Behandelter Raum


----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

Frequenzgang

Unbehandelter Raum



Behandelter Raum


-----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------

ETC Links


Unbehandelter Raum


Behandelter Raum




ETC Rechts

Unbehandelter Raum


Behandelter Raum


----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------


Auswertung:
Das ETC der rechten Box zeigt mir noch eine Reflexion die ich gerne noch weg haben würde. Liegt aber sicher an den nicht kontrollierten Neigungswinkel der Genelec Isopads. Ich denke, die rechte Box war bei der Messung leicht nach oben geneigt, und somit kam eine Reflektion vom Reflektor weiter oben.
Wenn der RFZ-Tisch gebaut und der Arbeitsplatz eingerichtet ist, wird sich auch um die letzten verbleibenden sehr nahen Reflektionen gekümmert. Aber selbst mit der Reflexion wurde das Mindestziel unter -20db/FS zu kommen voll erfüllt. Man sieht auch schön ab rund 22ms das diffuse Schallfeld einsetzten, was gleichmäßig abklingt.
Der Bassbereich wurde doch noch trotz der Schwierigkeiten durch die sehr schmalen Raumbreite und dem sbir-Effekt absolut zufriedenstellend. Evtl. geht da aber noch mehr zu verbessern, wenn der Tisch erst mal steht.
Der RT60-Graph kann besser nicht aussehen. Er verläuft nahezu linear zwischen 0,2 und 0,3s Nachhallzeit. Studiostandard!


Und wie klingt es nun bisher?
Ich habe eine Weile meine Mixe und Master laufen lassen, genauso auch viele Referenzen, und konnte jedes noch so kleine Detail der Musik beurteilen, Frequenz für Frequenz. Es klingt richtig ausgewogen und absolut Mixing-tauglich.
Um ehrlich zu sein, ich hätte nicht gedacht, dass man den Raum so gut hinbekommt.
Insgesamt wurden nur rund 600€ Materialkosten verbraten.

Ich bin extrem zufrieden und auch ein wenig stolz auf dieses Ergebnis.



Ich hoffe euch hat die Doku gefallen. Die letzten Arbeiten an diesem Raum werd ich dann bald nachreichen.

lg


 
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Landschall
AAAWWW YYYYEEEEAAAAAA
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07-06-2011, 18:58



hast der das alles gratis gemacht? oder hat sie auf eine andere art und weise "bezahlt"

 
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Landschall ist offline
Bender
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07-06-2011, 19:03

über geld redet man nicht und ich hätte auch nen typen geholfen.

nein das hat nix mit irgendwelchen sexuellen vorlieben zu tun


 
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Turbi
inaktiv
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08-06-2011, 14:02

Nett, dass du es hier reingestellt hast. Kann man sich nochmal gut was bei abgucken.
 
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Turbi ist offline
Bender
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08-06-2011, 14:21

dann hätz ich meine anwälte auf dich
und meine brüder


 
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darsho
love is all you need
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08-06-2011, 14:29

da bleibt mir nix, als ehrfürchtig zu staunen. Saugeile Sache, bender !


verPoorten
Schobbe klobbe
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08-06-2011, 18:29

Sehr informativ und lehrreich. Ich denke Du darfst auf das Ergebnis wirklich sehr stolz sein!
 
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Bender
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26-06-2011, 01:37

Mobile Absorber



Damit man auch kleine Aufnahmen machen kann habe ich dem Raum noch 4 mobile Absorber spendiert.




Material:
Rockwoll Termarock 50 60mm Stärke
12mm Spanplatte
Dachlatten
Dekomolton
Rollen
Kantenumleimer
Tackernadeln
Schrauben


Ich hab insgesamt vier Stück gebaut.
Alle Vier sind etwas über 200cm hoch ca. 100cm breit und 12cm tief.
Zwei Stück haben eine Absorptionsfläche von 100cm x 125cm und die zwei Anderen eine von 100cm x 188cm. Das 60mm starke Termarock wurde immer doppelt gelegt und somit ist jeder der Absorber 12cm dick.




Bau

Die weiß beschichtete Spanplatten wurden gleich im Baumarkt passend zugeschnitten
Für einen Absorber benötigt man 2 Platten á 12cm x 200cm und 2 Platten á 12cm x 100cm

Das Ganze hab ich dann mit Hilfe von Dachlattenstücke in den Ecken und einer Holzleiste zur Verstrebung (kann man auch eine Dachlatte für hernehmen) zusammengeschraubt.


Die Schnittkanten des Holzgestells, wo man später die unbeschichtete Spanplatte sehen könnte, bekamen per Bügeleisen Kantenumleimer verpasst


Zum bespannen kam wieder das weiße Molton zum Einsatz.
Um sich Leisten zum verblenden der Schnittkanten zu sparen, hab ich den Molton einige Zentimeter über das Gestell überstehen lassen und danach diese überstehenden Ränder einfach zweimal umgefalten. Das Ganze dann nochmal mit ein paar Tackerklammern am Rahmen befestigt damit man einen sauberen fransenlosen Abschluss erhält.






Dann wurde das Gestell einmal umgedreht, die Dämmung hinein gelegt und diese Seite dann wie die Andere mit Molton bespannt.
Folie ist hier nicht von nötig, weil der Molton dicht genug ist und keine Fasern von der Steinwolle durchkommen können.




Als Füße hab ich einfach Dachlatten und kleine Rollen angeschraubt.




Nun kann man mit herumschieben der Absorber und auch unter Einbeziehung des Diffusors undenkbar viele Raumklänge erzeugen von trocken bis lebendig.
Damit ist dieser kleine Raum nun noch Flexibler geworden.
Schöne Sache denk ich.





Materialkosten lagen bei rund 100€ für alle 4 Absorber.
Molton allerdings nicht mit eingerechnet weil das gab es schon vor Ort.



----------------------------

am dienstag dem 28.06. ab 19 uhr wird der Raum vorgeführt
ich werd natürlich auch dabei sein.
wer will kann also vorbei kommen und auch seine referenztracks mitbringen.

das bethanien mit der medienwerstatt des BBK befindet sich am mariannenplatz 2 in kreuzberg 10997


lg


 
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Geändert von Bender (26-06-2011 um 01:43 Uhr).
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