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Software Cubase, Logic und Konsorten.

Forum > Musikproduktion > Forum > Software > Ableton Live 4.01 – Software Sequencer [TEST]
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soundshifter
Registrierter Benutzer
Exclamation Ableton Live 4.01 – Software Sequencer [TEST]
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Benutzerbild von soundshifter
08-08-2004, 10:51

hallo,



Als ich vor einigen Jahren die Version 1.0 von Abletons Live auf der Frankfurter Musikmesse vorgeführt bekommen habe, war ich vom Konzept ziemlich begeistert, mir war aber als Logic User der ersten Stunde klar, dass ich mit dem „Spielzeug“ nichts anfangen konnte, weil es halt eben mit Audio-Clips und nicht mit MIDI dealte.
Als dann die Version 2.0 die Möglichkeit des Rewire-Slaves in sich trug, wurde auch ich zum Live-Freak bekehrt. Ab diesem Zeitpunkt lief Ableton bei mir synchron zu Logic, und über Rewire wurde nicht nur bei mir der „Missing-Link“ zu vielen Set-Ups geschlossen.
Ab der Version 3.0 aber wurde der Wunsch immer größer, eigentlich nur noch mit Abletons Software zu produzieren – weil sie einfach direkter zu sehr viel Spaß führte, als in Logics Environments rumzufrickeln. Wie wäre es doch wunderbar, wenn man sein externes Equipment oder die vielen schönen Softwaresynthesizer direkt in Live einbinden könnte… und dann kam die Pressemeldung: Live 4.0 mit integriertem MIIDI-Sequencing…

Also habe ich mich vorgedrängelt wie noch nie, um unbedingt diesen Testbericht schreiben zu dürfen und um natürlich möglichst schnell die neuste Version auf dem Laptop installieren zu können. Beim Installationsprozess hat sich nichts verändert: Man registriert sich online oder bekommt über Abletons Homepage einen Challenge-Code und lässt sich dann die Demoversion freischalten. Nach nicht einmal 10 Minuten inklusive Download hatte ich dann die Attraktion des Sequenzermarktes ratzfatz auf meinem Desktop liegen. Mac- und Windows -Rechner werden gleichermaßen unterstützt, und man benötigt mittlerweile mindestens 256 MB Arbeitsspeicher und eine CPU ab 600 MHZ, um befriedigende Ergebnisse erzielen zu können.

Für die Infotainment-Elite mal hier ganz quick und dirty die Übersicht, was sich denn alles in die neue Version eingeschlichen hat:

- MIDI-Sequencing (inklusive VSTi- und AU-Anbindung)
- integrierte Instrumente (Sampler und One-Shot Drumsampler mit Drag + Drop Sampling)
- SampleReverse
- Pattern-Recording
- Groove/Swing-Funktion für Audio- und MIDI-Clips

Die wohl bedeutendste Neuerung ist die Eingangs erwähnte Integration von MIDI-Clips. Diese arbeiten grundsätzlich im Standard-MIDI-File Format und können entsprechend spielend leicht aus herkömmlichen Sequenzer-Modellen importiert werden. Einfach und fast schon für Ableton traditionell, aus dem Browser eine Sequenz draggen und droppen und die MIDI-Spur ist eröffnet. Ähnlich zur Parameterautomatisierung der Audioclips steht auch für MIDI das einfache Scroll-Menu zur Verfügung, um jegliche MIDI-Parameter graphisch editieren zu können. Per MIDI-Controller-Zuweisung durch einfaches Bewegen des Controllers bei gedrückter „Zuweisungstaste“ sind auch diese Parameter gleich „spielbar“ – einfacher ist eine Automatisierung nicht zu realisieren.

Hat man seine MIDI-Spur eröffnet, steht man vor der Wahl, wie man den MIDI-Slot belegt: Es stehen zwei interne Sampler zur Verfügung, man kann das Signal auf ein MIDI-Interface routen oder man bemüht ein VST- oder AU-Instrument.

Die Integration von VSTis oder AUs ist wieder denkbar einfach per Drag und Drop angelegt. Ich habe FM7, Pro52, SH2002 und Absynth problemlos laden und spielen können: Die Einbindung virtueller Klangerzeuger ist vorbildlich. Hat man ein Instrument geöffnet, kann man in den Signalfluss immer noch so viele Effekt-Plug-Ins (VST- oder Abeltons eigene Effekte) einbinden, wie man möchte oder wie die CPU berechnet. Erfreulicherweise habe ich, sogar als ich CPU-Monster-Plug-Ins eingeschliffen habe, keine Drop-Outs provozieren können. Selbst wilde Parameterfahrten in zwei gleichzeitig geöffneten Reverbs in höchster Qualität, in Kombination mit einem Absynth, ließen das Setup nicht wackeln.

Aber auch wer sich keine teuren Software-Synthesizer anschaffen möchte, wird von Ableton zufrieden gestellt. Zwei Instrumente/Sampler sind im Lieferumfang enthalten:

Der Impulse ist ein einfacher One-Shot-Sampler, der für das Abspielen von Drums gedacht ist. Natürlich kann man auch mit dem Ding eine Menge Unfug anstellen. Zum Beispiel als Anregung: Vocals zerlegen und importieren, als Drumsounds mit den Hüllkurven umwandeln und sein blaues Wunder erleben… Die Belegung der einzelnen Samplebänke funktioniert wieder über Drag&Drop und ist gänzlich selbsterklärend. Impulse ist einfach und übersichtlich und deswegen intuitiv und zielgerichtet einzusetzen. Die Parameter reichen aus, um sehr gute Ergebnisse zu erzielen. Tuning, Stretching, ein Filter und Hüllkurven (die recht schnell zugreifen, was entsprechend für Percussions von Vorteil ist) pro Sample – Brot und Butter sind an Bord. In Punkto Tightness oder Sound gibt es nichts zu bemängeln.

Der zweite interne Sampler ist der Simpler. Nomen est Omen: Ein einfacher Sampler, der Sounds tonal wiedergeben kann. Er arbeitet mit ähnlichen Parametern und mit der gleichen einfachen Handhabung wie der kleine Bruder Impulse. Leider konnte ich nicht in Erfahrung bringen, wie vielfach die Polyphonie ist, ich habe aber 10 Tasten gleichzeitig drücken können, mehr Finger habe ich nicht zur Verfügung… Das Handling und der Grundsound sind aber wieder makellos, Probleme, Drop-Outs oder ähnliches waren nicht zu verbuchen.

Der echte Brecher aber ist die Integration einer MIDI-Engine, die externes Equipment steuert – damit ist Live nun vollkommen für den Einsatz in professionellen Studios geeignet. Im Test habe ich das Emagic AMT8 MIDI-Interface benutzt, das mit seiner Technik (Active MIDI Transmitting) speziell auf die Arbeit mit Logic abgestimmt ist. Zu meiner größten Verwunderung aber konnte ich in der Kombination mit Live keinen Unterschied in Bezug auf straffes MIDI-Timing oder Ansprechverhalten feststellen. Ich möchte nicht bezweifeln, dass es vielleicht einen messbaren Unterschied gibt – zu hören oder zu fühlen war der aber nicht. Es kann sich also nur um wenige Millisekunden handeln. Auch das Umschalten zwischen verschiedensten MIDI-Pattern mit den wildesten Parameterveränderungen führte zu keinen Aussetzern, was man bei der Fülle von Informationen, die umgesetzt werden müssen, doch äußerst lobend erwähnen muss.

Gewünscht haben sich viele Musiker auch eine Shuffle/Swing Funktion. Die ist jetzt ebenfalls mit dabei und kann nicht nur auf MIDI-Pattern, sondern auch auf Audio-Clips angewendet werden. Live richtet sich dabei nach den gesetzten Markern im Audio-Clip und kann somit bestehende Loops mit zusätzlichem Swing erfüllen oder swingende Loops straight abspielen. Der Swingfaktor ist stufenlos einstellbar und geht von leicht beschwingt bis zu derbstem Cologne-Shuffle.

Aber nicht nur Swing wurde addiert, die Audio Clips sind jetzt auch „umdrehbar“. Sample-Reverse ist toll und erspart viel Arbeit im Sampleeditor.

Wichtig zum professionellen Arbeiten ist jetzt auch die implementierte Möglichkeit, Pattern direkt aufzunehmen. Nicht verwunderlich: Das ist auch wieder furchtbar einfach gelöst. Nur den Clip definieren, Lautstärke justieren und Aufnahme drücken… man fragt sich echt, wer bei den anderen etablierten Softwareschmieden die einfachsten Verfahren so verkompliziert hat, wenn es doch offensichtlich auch einfach, schnell und logisch geht.

Genau da liegt nun auch der Vorteil von Ableton Live: Schnelles Arbeiten wird mit einer logischen und intuitiven Oberfläche kombiniert und macht es dem Profi wie auch dem Anfänger einfach zu anspruchsvollen Ergebnissen kommen. Die MIDI-Engine hält, was man sich erträumt hat und die im Internet viel diskutierte Instabilität der 4er Version bezog sich wohl auf die 4.0 Beta-Version oder illegale Cracks. Ableton Live ist somit eine ernste Konkurrenz zu Cubase und Logic, die zwar viel feinere Bearbeitungsmöglichkeiten bieten, aber entsprechend auch viel komplizierter zu bedienen sind und längst kein so gutes Handling von Audiodateien bietet wie der „Schatz“ aus Berlin.

Vor allem die Bereiche der zeitgenössischen Kunst, die sich um loopbasierende Musik dreht, wird Live 4.0 als einen Quantensprung in die Arme schließen. Ich wage die Prognose, dass bald auf jedem zweiten Rechner in Techno-Produktionsstudios Ableton Live laufen wird: Zu recht!

PLUS
++++ integrierte MIDI-Engine
++++ hohe Stabilität
++++ gute On-Board Sampler
++ neue, logische Editfunktionen

PREIS
UVP: 499 Euro
Straßenpreis ca. 400 Euro


SoundShifter
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hertzbruder
Teilzeitautist

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Benutzerbild von hertzbruder
08-08-2004, 11:50

was kost mich ein crossgrade von cubase vst ?


FILTER MAINTENANCE- After every 100 hours of operation apply a sine wave to the output of the filter to back flush the trapped overtones to unclog your filter.
 
Registriert seit: Jul 2004
Beiträge: 217
hertzbruder ist offline
ztughvdghj
bye bye baby!
AW: Ableton Live 4.01 – Software Sequencer [TEST]
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30-12-2013, 16:26

Nur für den Fall, dass Amazona irgendwann wegen Leistungsschutzrecht klagt: hier ist der Link zum Original-Artikel.
http://www.amazona.de/test-ableton-live-4-01/
 
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