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Forum > Musikproduktion > Forum > The Scene > Heute macht man Micro-Alben | Infografik
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Moving.Moto
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Heute macht man Micro-Alben | Infografik
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Benutzerbild von Moving.Moto
29-08-2016, 16:52

Hey Leute,

ich denke heute haben sich die Bedürfnisse der Musikkonsumenten verändert. Die Auswahl ist groß und damit der Perfektionsdruck hoch, so dass 15 Lieder in einem Album kaum mehr attraktiv sein können. Es lohnt sich kaum mehr diese Arbeit zu investieren.
Daher schlage ich vor die Qualität der einzelnen Lieder zu erhöhen und zwar drastisch. Jedes Stück muss ein Meisterwerk sein. Und gleichzeitig wird der Umfang ebenso drastisch reduziert. Anstelle 400 Stunden in 15 Tracks zu investieren, sind 200 Stunden in 3 Tracks.

Hierbei soll es nicht überladen werden und das ist eine ernsthafte Gefahr.



Ich zeige euch diese Idee via einigen Snippets.
https://soundcloud.com/antik-ltewell...micro-album-by

Lese weitere Interessante Beiträge in meinem Blog:
https://movingmoto.tumblr.com
 
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Moving.Moto ist offline
schranz hans
audiosexuelle drecksau
AW: Heute macht man Micro-Alben | Infografik
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Benutzerbild von schranz hans
29-08-2016, 17:09


Zitat von Moving.Moto:
ich denke heute haben sich die Bedürfnisse der Musikkonsumenten verändert. Die Auswahl ist groß und damit der Perfektionsdruck hoch, so dass 15 Lieder in einem Album kaum mehr attraktiv sein können. Es lohnt sich kaum mehr diese Arbeit zu investieren.

"bedürfnisse der konsumenten", "attraktiv", "investieren", ... hau ab, du bwl-heini!


__

Hauptsache Bumsen, Hauptsache laut.
 
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Geändert von schranz hans (29-08-2016 um 17:13 Uhr).
schranz hans ist offline
WISSING
A D minor - R.I.P.
AW: Heute macht man Micro-Alben | Infografik
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Benutzerbild von WISSING
29-08-2016, 17:17

ich denke nicht, jedes stück "muss" ein meisterwek sein. was ist ein meisterwerk überhaupt?
vermute auch der "spielerische" und "experimentelle" ansatz von musik geht da ein wenig verloren.

habe jedoch nichts dagegen material was mir gefällt auch in kleinen häppchen serviert zu bekommen

qualität ist keine frage der zeit. zeit ist nur das intervall zwischen idee und handlung.


Zitat von Moving.Moto:
Hey Leute,

ich denke heute haben sich die Bedürfnisse der Musikkonsumenten verändert. Die Auswahl ist groß und damit der Perfektionsdruck hoch, so dass 15 Lieder in einem Album kaum mehr attraktiv sein können. Es lohnt sich kaum mehr diese Arbeit zu investieren.
Daher schlage ich vor die Qualität der einzelnen Lieder zu erhöhen und zwar drastisch. Jedes Stück muss ein Meisterwerk sein. Und gleichzeitig wird der Umfang ebenso drastisch reduziert. Anstelle 400 Stunden in 15 Tracks zu investieren, sind 200 Stunden in 3 Tracks.

Hierbei soll es nicht überladen werden und das ist eine ernsthafte Gefahr.




Zitat von Psychotronic:
und dann steht da einfach nur "Bitte warten"... für immer.

 
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Geändert von WISSING (29-08-2016 um 17:41 Uhr).
WISSING ist offline
Moving.Moto
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AW: Heute macht man Micro-Alben | Infografik
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Benutzerbild von Moving.Moto
29-08-2016, 21:32


Zitat von WISSING:
ich denke nicht, jedes stück "muss" ein meisterwek sein. was ist ein meisterwerk überhaupt?
vermute auch der "spielerische" und "experimentelle" ansatz von musik geht da ein wenig verloren.

Das Meisterwerk war nur eine sprachliche Reduktion. Da es um Musik geht und damit um Ästhetik kann kein ultimatives Urteil gefällt werden. (Das selbst ist eine Paradoxie.) Daher sehen wir von Wertungen ab. Was ist mit der Idee, drei Lieder in einem Konzept zu schaffen und dann den nächsten Sound zu kreieren?

Die BWL-Kritik kann ich gut nachvollziehen. Die Intentionen bleiben wie ihre Motivation für Beobachter intransparent. Ob jemand markspezifische Problemlagen absorbieren möchte oder aus Romantik zur Musik etwas schafft, kann vom Künstler behauptet werden oder dem Rezipienten unterstellt, jedoch bleibt es uneinsichtig. Du könntest etwas zur Idee sagen, das konventionelle Album zu verändern.

Peace
 
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Moving.Moto ist offline
verstaerker
Schmutzfink
AW: Heute macht man Micro-Alben | Infografik
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Benutzerbild von verstaerker
29-08-2016, 21:46

kann man so sehen und machen... aber klassische Fulltime-Alben wirken immer anders. Die können einen auf ne Reise mitnehmen. Es gibt viel Chartsmusik die das aber nicht tut. Da ist ein Album oft nur ne Ansammlung von Tracks.


EA Party XIII -2017 http://doodle.com/poll/yevqs4qhdsu9gkiq

Zitat von Cyberdroid & verstaerker:
wer im Glashaus sitzt, sollte im Keller masturbieren

Moving.Moto
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AW: Heute macht man Micro-Alben | Infografik
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Benutzerbild von Moving.Moto
29-08-2016, 21:55

Ich denke nach einem Weg für mich Musikalisch immer weiter zu kommen und dabei noch tolle Tracks zu liefern. Mit einem gewissen Perfektionsdruck sind 15 Lieder in einem Album für mich nicht mehr lohnend, da es mehr Folter als Freude ist.

Und du hast recht, es gibt Alben die es schaffen einen abzuholen und bis ans Ende mitzunehmen. Es wäre schade wenn diese Kunst verloren ginge. Dafür braucht man Zeit, leider fehlt diese zumeist. Daher dachte ich an drei Lieder, die eine kleine Reise darbieten.
 
Registriert seit: Aug 2016
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Moving.Moto ist offline
verstaerker
Schmutzfink
AW: Heute macht man Micro-Alben | Infografik
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Benutzerbild von verstaerker
29-08-2016, 22:26

Ich nehm mir die Zeit... zumindest für 10-12 Tracks

lohnen tut sich weder finanziell noch um verstaerker berühmt zu machen.... aber darum geht's mir auch nicht


EA Party XIII -2017 http://doodle.com/poll/yevqs4qhdsu9gkiq

Zitat von Cyberdroid & verstaerker:
wer im Glashaus sitzt, sollte im Keller masturbieren

Dabey
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AW: Heute macht man Micro-Alben | Infografik
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Benutzerbild von Dabey
30-08-2016, 13:12

Ich glaube auch das es in manchen Situationen besser ist, nur das zu veröffentlichen was einem selbst am besten gefällt bzw. das von dem man glaubt das es anderen am besten gefällt. Meine erste Veröffentlichung wird auch eine EP sein. Aber nicht weil ich mich unter Perfektionsdruck fühle oder glaube das viele meiner Tracks der Masse nicht zumutbar sind. Sondern einfach weil ich es in dieser Situation für das Mittel der Wahl halte.

Daraus die Forderung nach allgemeiner Reduktion zu stellen oder gar eine bereits vollzogene ("Heute macht man...") Änderung der Wirklichkeit zu postulieren, scheint mir etwas voreilig. Der Satz "Heute macht man Micro Alben" und die Feststellung unter Perfektionsdruck würden bessere Ergebnisse entstehen, man müsse sie nur gut filtern, scheint mir wenig mehr als Wunschdenken.

Die BWL-Kritik kann ich auch gut nachvollziehen und du bringst ja selbst das beste Argumetn dafür - "marktspezifische Problemlagen". Heißt doch nix anderes als: die Platte an den Mann zu bringen fällt immer schwerer, man hat's nicht leicht als Label-Boss.

Merke: wir reden hier nicht von irgendwelchen Singer-Songwriter-Lohn-Schreiberlingen, welche sich in Horden bei irgendwelchen Majors sammeln um möglichst einen Hit zu landen. Wir reden von Menschen, die einfach Musik gerne um sich haben und nicht davon leben müssen.

Solltest du der Versuchung erlegen sein, deinen dir selbst auferlegten Perfektionsdruck als Möglichkeit zu sehen aus der Masse herauszustechen, so kann ich dir nur raten: versuche es. Die Zeit wird zeigen wo die Reise hin geht, aber ich denke man sollte einfach mit seinen Fehlern bzw. weniger guten Tracks zu leben lernen.


 
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Dabey ist offline
Psychotronic
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30-08-2016, 14:03


Zitat von Dabey:
Die BWL-Kritik kann ich auch gut nachvollziehen und du bringst ja selbst das beste Argumetn dafür - "marktspezifische Problemlagen". Heißt doch nix anderes als: die Platte an den Mann zu bringen fällt immer schwerer, man hat's nicht leicht als Label-Boss.

Das lässt sich über Micro-Alben aber nicht lösen. Für dieses Problem gibt es keine Lösung. Dazu müsste man das Internet abschalten und/oder die Zeit zurück drehen.

Das Relevanzgleichgewicht verschiebt sich von produzierter Musik zu live gespielter. Labels verlieren an Relevanz, da der Künstler über das Netz direkt greifbar wird. Das Einzige was Labels noch leisten könnten, ist eine Preselektion von Musik zu implementieren, einen Geschmacksfilter an dem sich der Hörer entlang hangeln kann.

Dazu müsste man aber als Label - Chef schon mal einen gewissen Geschmack haben. Hier bringt es leider nichts, wenn man auf Grund eines fehlenden Themas oder einer Geschmacksrichtung einfach nur weil es populär ist, das nächste Minimal-Techno / Deephouse Label aufmacht, denn von diesen ist das Internet seit Jahren überschwemmt.

Es gibt sicher auch Gegenbeispiele wo die Selektion funktioniert:

Monkeytown Records
Planet Mu
Schematic
Deep Medi
Crach Records
Ad Noiseam
aentitainment
anteilig vielleicht noch Warp

Immer wieder gern.

Das Albumformat spielt da für micht keine Rolle.

Ich höre aktuell zum Beispiel recht gern Autechre - elseq 1 - 5, welches als Release den Umfang von 5 Alben hat und als Gegenentwurf zu der hier aufgeführten Idee der Microalben Relevanz hat.
 
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Moving.Moto
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30-08-2016, 15:53

Durch die eigeninitative Veröffentlichung via Internet können klassische Formate wie das Album fallen gelassen werden. Alben mit 12-15 Tracks sind prima für den audiophilen Hörer, aber für Soundcloud-Puplikum, die auf 128kb zwischen U-Bahn und Uni streamen braucht es diesen Aufwand nicht. In dieser Situation sind drei Lieder am Stück zu hören gangbarer. Also warum nicht darüber nachdenken?

Im Gegensatz zum wirtschaftlichen Fokus der vorherigen Diskutanten, denke ich auch an Anerkennungsverhältnisse. Es geht um Achtung respektive Missachtung. Jedoch ist unklar wie sich Achtung im Internet, ausgenommen von direkter Kommunikation ausdrückt. Ist sie in Form von Klicks, Likes und Kommentaren zugänglich?
 
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Moving.Moto ist offline
Psychotronic
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30-08-2016, 16:25

Wieso auf ein solches Format einschränken?

Es wird keine Einheitlichkeit mehr geben. Bandcamp und Soundcloud geben da nichts vor und selbst wenn, macht eine Vorgabe auf rein digitaler Basis keinen Sinn mehr. Diese gab es historisch aufgrund der legacy Datenträger wie CDs, Kassetten und Vinyl.

Ich kann auch ein Release mit nem einzigen Track bauen, der 20min lang ist, warum auch nicht?! Es ist völlig wumpe ob ein Release 1 oder 400 Tracks hat.

Bzgl. Feedback:

Digitale Feedback Runden helfen Anfängern und Amateuren. Profis finden sowas eher lästig, ein Profi der Feedback will, stellt sich vermutlich eher auf die Bühne. Ob das passt bekommt man dann schon recht schnell mit und man bekommt auch noch Geld dafür, was bei Internet Releases eher weniger gut funktioniert.
 
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Geändert von Psychotronic (30-08-2016 um 16:32 Uhr).
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Dabey
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30-08-2016, 17:19


Zitat von Moving.Moto:
Durch die eigeninitative Veröffentlichung via Internet können klassische Formate wie das Album fallen gelassen werden. Alben mit 12-15 Tracks sind prima für den audiophilen Hörer, aber für Soundcloud-Puplikum, die auf 128kb zwischen U-Bahn und Uni streamen braucht es diesen Aufwand nicht. In dieser Situation sind drei Lieder am Stück zu hören gangbarer. Also warum nicht darüber nachdenken?

Ich glaube einen ähnlichen Grund-Gedanken haben die Autoren von Berlin Tag & Nacht und ähnlichen Formaten... "für die Art von Publikum reicht das doch...".

Niemals würde ich unter diesen Aspekten Musik als Kunstform ansehen wollen. Niemals.

In welchem Format du deine Musik unter die Menschen bringst, kannst du jederzeit selbst entscheiden. Von mir aus auch als Micro-Album. Solang eine Idee bzw. Konzept dahinter steht ist das voll ok. Aber verkaufe dich nicht unter Wert.

PS: Auf Soundcloud höre ich am liebsten Live-Sets, da muss ich nicht so oft einen neuen Track wählen


 
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Dabey ist offline
k-stone
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AW: Heute macht man Micro-Alben | Infografik
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30-08-2016, 19:01


Zitat von Psychotronic:
Wieso auf ein solches Format einschränken?

Es wird keine Einheitlichkeit mehr geben. Bandcamp und Soundcloud geben da nichts vor und selbst wenn, macht eine Vorgabe auf rein digitaler Basis keinen Sinn mehr. Diese gab es historisch aufgrund der legacy Datenträger wie CDs, Kassetten und Vinyl.

Ich kann auch ein Release mit nem einzigen Track bauen, der 20min lang ist, warum auch nicht?! Es ist völlig wumpe ob ein Release 1 oder 400 Tracks hat.

Bzgl. Feedback:

Digitale Feedback Runden helfen Anfängern und Amateuren. Profis finden sowas eher lästig, ein Profi der Feedback will, stellt sich vermutlich eher auf die Bühne. Ob das passt bekommt man dann schon recht schnell mit und man bekommt auch noch Geld dafür, was bei Internet Releases eher weniger gut funktioniert.

+1 Find ich gut, was Du da geschrieben hast. So sieht´s aus.


ENTWEDER DU SCHREIST HIER RUM ODER HÄLTST DICH RAUS!!!
Moving.Moto
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31-08-2016, 07:49

@Psychotronic zu deinem Feedback-Kommentar: Ich denke ich auch an Anerkennungsverhältnisse. Achtung kann als Korrekturmaß eingesetzt werden, aber ist auch konstitutiv für die Situation des Kunsterfahrens auf Seite des Künstlers. Wie diese Lebensweltlich vorliegt kann hier nicht behandelt werden. Meine Vermutung lag im Bereich von Anzeigern in Form von Klicks, Likes und Kommentaren. Worin liegt im Veröffentlichen der Sinn, wenn er nicht Öffentlichkeit mit einbezieht? Vielleicht ist die Darstellung von Autarkie und das Schaffen just des Schaffens wegen die Übernahme eines Künstler-Cliché. Und vielleicht sucht der ein oder andere darin seine Anerkennung (Bsp. Schranz Hans).

Das erbauliche Moment der Rezeptionserfahrung der Rezipientenwahrnehmung ist Achtungstheoretisch für den Künstler wichtig, was nicht heißt zwingend nötig. Denkt ihr nicht ? @Dabey

Generell denke ich nicht an eine ästhetische Hygiene und Beschränkung der Veröffentlichungsmöglichkeiten. Wie seht ihr das Konsumverhalten bei eurer Musik?
Wäre es egal, wenn ihr mühevoll etwas Geschaffen habt und dies nicht wahrgenommen werden kann?
 
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Psychotronic
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31-08-2016, 09:48


Zitat von Moving.Moto:
@Psychotronic zu deinem Feedback-Kommentar: Ich denke ich auch an Anerkennungsverhältnisse. Achtung kann als Korrekturmaß eingesetzt werden, aber ist auch konstitutiv für die Situation des Kunsterfahrens auf Seite des Künstlers. Wie diese Lebensweltlich vorliegt kann hier nicht behandelt werden. Meine Vermutung lag im Bereich von Anzeigern in Form von Klicks, Likes und Kommentaren. Worin liegt im Veröffentlichen der Sinn, wenn er nicht Öffentlichkeit mit einbezieht? Vielleicht ist die Darstellung von Autarkie und das Schaffen just des Schaffens wegen die Übernahme eines Künstler-Cliché. Und vielleicht sucht der ein oder andere darin seine Anerkennung (Bsp. Schranz Hans).

Das erbauliche Moment der Rezeptionserfahrung der Rezipientenwahrnehmung ist Achtungstheoretisch für den Künstler wichtig, was nicht heißt zwingend nötig. Denkt ihr nicht ? @Dabey

Generell denke ich nicht an eine ästhetische Hygiene und Beschränkung der Veröffentlichungsmöglichkeiten. Wie seht ihr das Konsumverhalten bei eurer Musik?
Wäre es egal, wenn ihr mühevoll etwas Geschaffen habt und dies nicht wahrgenommen werden kann?

Du bist hier blöderweise nicht auf Soundcloud oder einem der größeren Hipster Portale, die würden deine Theorien sicher unterstützen.

Schreibst du da gerade deine Masterarbeit drüber oder bist du einer von den ehrlich Verrückten?

Also...

1. Jegliche Form von Klicks und Likes sind wie schnelles wixxen, sie machen mal kurz Spaß, sind aber keine tiefer gehende Erfahrung. Ehrlich gesagt interessieren mich die Feedback Systeme der postmoderen Hipsterwelt nicht mehr, ich bin darüber hinweg. Wenn nur ein Kommentar dabei ist der wirklich erfasst was ich da gemacht habe und hierzu eine valide inhaltliche oder auch technische Kritik äußern kann und sich dies auch traut, dann fühle ich mich bereichert. Selbst 50000 Klicks könnten mir das nicht ersetzen. Wobei mir hier zusätzlich auch noch klar ist, dass man Klicks auch kaufen oder selber über Botnetze hochdrehen kann.

Wie komme ich zu dieser radikalen Auffassung? Nun, ich mache seit 1998 als Amateur für mich privat schräge elektronische Musik. Ich hab all dieses Zeug schon mal mitgemacht und bin auf all diese Belohnungssysteme bereits reingefallen. Das Einzige was diese Erschaffen haben, ist eine stärkere Manipulierbarkeit des Menschen durch höhere Transparenz. Zusätzlich wird man so tief in diese Systeme eingebunden, dass man sich von ihnen abhängig macht und sie dir obendrein den Kopf mit Werbungsbasiertem Noise zuballern.

Fick das!

Zünde diese Scheiss iWatch iKlick iFick - Denke an! Verbrenne sie, reiß die entstehende Asche aus deinem verbleibenden Resthirn und fang endlich an zu denken anstatt nur Klick, Tweet und Messvieh zu sein.

Was denkst du warum wir hier ne Pre Web 3.0 Plattform als Wohnzimmererweiterung betreiben?

2. Ich höre fast den ganzen Tag Musik. Tagsüber meistens Stimmungs- oder Prozessunterstützende Playlists, Abends dann ganze Werke. Egal in welcher Form und Länge. Alle paar Wochen klicke ich mich noch durch Bandcamp und Soundcloud um meine Playlists variieren zu können oder gänzlich Neues zu entdecken. In den Küchen läuft als Hintergrundbeschallung Internet Radio. Manchmal auch Freitags mit Chatroom falls es keine sinnvolle Party in der Stadt gibt und ich ein bissel sub.fm wubb wubb brauche.
 
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Geändert von Psychotronic (31-08-2016 um 10:04 Uhr).
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31-08-2016, 10:21

Btw. Moto. Weisst du was ich das letzte Jahr nebenbei gemacht habe? Ich habe mich technisch so ausgerüstet, dass ich jetzt dazu in der Lage bin das Internet via Live Streaming als Bühne zu nutzen.

Wenn du dich mit irgendwas beschäftigen willst, dann klick dich doch mal hier durch:

https://www.twitch.tv/directory/game/Music
https://www.twitch.tv/directory/game/Creative
 
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31-08-2016, 12:21


Zitat von Psychotronic:
Du bist hier blöderweise nicht auf Soundcloud oder einem der größeren Hipster Portale, die würden deine Theorien sicher unterstützen.

Zünde diese Scheiss iWatch iKlick iFick - Denke an! Verbrenne sie, reiß die entstehende Asche aus deinem verbleibenden Resthirn und fang endlich an zu denken anstatt nur Klick, Tweet und Messvieh zu sein.


Ich halte es immer schwierig etwas zu verteufeln, nur weil es gerade Trend oder neu ist. Ich habe das Gefühl das passiert bei jedem neuen Medium/Genre/Entwicklung. Man kann sich dagegen wehren und sagen, das mach ich nicht mit, das ist doch keine Musik/Literatur/Kunst mehr, aber verliert man dann nicht den Anschluss und Einfluss von einem (meiner Meinung nach) wichtigen Teil jeglichen menschlichen, kreativen Schaffens: Das Publikum und dessen Rückmeldung. Und dazu gehört irgendwie auch die Präsentation des eigenen Materials.


Zitat von Psychotronic:
Wie komme ich zu dieser radikalen Auffassung? Nun, ich mache seit 1998 als Amateur für mich privat schräge elektronische Musik. Ich hab all dieses Zeug schon mal mitgemacht und bin auf all diese Belohnungssysteme bereits reingefallen. Das Einzige was diese Erschaffen haben, ist eine stärkere Manipulierbarkeit des Menschen durch höhere Transparenz. Zusätzlich wird man so tief in diese Systeme eingebunden, dass man sich von ihnen abhängig macht und sie dir obendrein den Kopf mit Werbungsbasiertem Noise zuballern.

also runtergebrochen, früher wars halt besser...


Ich finde das hört sich wie eine abgewandelte Version von Sokrates Zitat (falls es wirklich Sokrates war) an: "Die Jugend liebt heutzutage den Luxus. Sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor den älteren Leuten und schwatzt, wo sie arbeiten sollte. Die jungen Leute stehen nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten. Sie widersprechen ihren Eltern, schwadronieren in der Gesellschaft, verschlingen bei Tisch die Süßspeisen, legen die Beine übereinander und tyrannisieren ihre Lehrer." Ist wohl ein Satz, den jede Generation früher oder später in den Mund nimmt. An diesem Empfinden hat sich offensichtlich seit 2500 Jahren nichts verändert.

Ich selbst gehöre hier wahrscheinlich mit meinen 27 Jahren noch zu den jüngeren hier, aber ich treffe ununterbrochen auf Variationen dieses Satzes.

Ich will dir damit keinesfalls zu nahe treten Psychotronic, und ich verstehe deine Kritik völlig, ich denke manchmal nur, dass eine Abwehrhaltung oft mehr Negatives als Positives bringt. Ich verstehe, dass dir Likes nichts mehr bringen, ich halte sie aber zum Beispiel für eine unglaublich schnelles Feedback, was im Endeffekt theoretisch zu schnellerem/ erfolgreicheren Arbeite führen kann und ja ich bin mir bewusst, dass das kein Vorteil sein muss. Dennoch kann so etwas die eigenen Arbeiten beeinflussen und am Ende ist es die eigene Entscheidung, ob man das als positiv oder negativ wahrnimmt.
 
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Psychotronic
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31-08-2016, 13:34

Ich werde wie immer falsch verstanden, dann also noch mal kurz und knackig an das Tor eurer Facebook / Soundcloud Kirche genagelt:

1. Live Musik rockt!
2. Musik vor Publikum spielen rockt!
3. Jammen rockt!
4. Live streamen rockt!
5. Harte Kritik als Kommentar Text oder direkt ins Gesicht rockt!
6. Klicken & Liken suckt!

Achso und:

"Ich bin 36, ich bin nicht alt!" - Ritter der Kokosnuss, Monty Python
 
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k-stone
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31-08-2016, 13:41

Ein Projekt funktioniert finanziell nur dann, wenn man schafft, in der Livesituation das Publikum zu bewegen. Es mag da vielleicht Ausnahmen geben, aber in der Regel läuft das so. Mit diesen ganzen Hipsterportalen verdient der Musiker als letzter in der Kette was. Also geht raus, und macht Musik. Das Publikum sagt dann schon, was es davon hält, ist aber in der Regel froh, gut unterhalten zu werden. Jeder gute Gig bringt als Ergebnis was neues. Wenn da keine Response kommt, hat man wohl noch nicht alles zusammen, was man braucht im Geschäft.

Im Studio sitzen, keine Sau, ausser nen paar unverbindliche www - klicker kennt euch, und dann meinen, das reicht so, funktioniert eher nicht.


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Geändert von k-stone (31-08-2016 um 15:08 Uhr).
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escii
hat den Überblick
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Benutzerbild von escii
31-08-2016, 15:05

Füher nannte man sowas EP. Extended Player. Man was bin ich alt.....


"Auf die alte Partyfrage, was man haben wolle, wenn man drei Wünsche frei hätte, antworten die Leute immer das gleiche. Sie wollen Geld oder Dinge, wie Reisen und Autos, die man mit Geld kaufen kann. Niemand sagt, er würde drei Kindern im Hospiz das Leben retten."
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